1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Mehr Verbindendes als Trennendes

Mehr Verbindendes als Trennendes

Seit 1951 wird der Weltreligionstag in mittlerweile 80 Ländern konfessionsübergreifend gefeiert. Im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais in Trier finden sich Fünf Glaubensgemeinschaften zusammen und sprechen, singen, spielen eine gemeinsame Sprache: Musik.

Trier. Schon allein die Platzverhältnisse sorgen für eine enge Verbundenheit der Besucher - der Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais platzt aus allen Nähten, bis vor die Tür drängen sich die 250 Gäste.
Fünf Religionsgemeinschaften haben ihre musikalischen Botschafter gesandt, um in der universellen Sprache der Musik Tacheles zu reden: für Weltoffenheit und Toleranz.
Juden, Protestanten, Muslime, Katholiken und Bahai teilen sich die Bühne. Die Gospel Voices in gewohnt gekonnter Manier, Conny und Tommy Aiff mit folkloristisch anmutenden Liebes- und Friedensliedern, der Groß-Rabbi von Luxemburg, Alain Nacache, mit seinen Kindern, Haitham Habeeb mit Band und das Vokalensemble Quarter past Seven.
"Wir haben uns erst vor Kurzem formiert und hatten nicht viel Gelegenheit zu proben - aber wir sind trotzdem gut", sagt Haith am Habeeb und stellt es eindrucksvoll unter Beweis. Wobei dem Meister auf der Oud seine zwei Mitspieler in nichts nachstehen. Gisela Rouhy ist überzeugt, dass solche Veranstaltungen dazu beitragen, Grenzen zu überwinden und Brücken zu bauen: "Sind wir nicht im tiefsten Herzen alle miteinander verbunden?"
Petra Steinmetz findet, "hier sind so viele eigentlich ganz unterschiedliche Menschen vereint, ich würde mir ein solches Weltbewusstsein auch im Großen wünschen: ‚Mehr Verbindendes als Trennendes\'." hek