Mehr Wohnraum
In Tier-Nord soll es künftig mehr Wohnungen für Familien und einen Spielplatz geben.
Trier-Nord. (red) Inmitten der ehemaligen Eisenbahnersiedlung in Trier-Nord soll zusätzlicher preisgünstiger Wohnraum für Familien entstehen. Darüber hinaus stehen in der Balthasar-Neumann-Straße rund 670 Quadratmeter für einen von den Kindern des Quartiers lang ersehnten Spielplatz zur Verfügung. Das teilte die Stadt nun mit.
Bei dem Grundstück handelt es sich um eine Freifläche inmitten der 1922 errichteten Eisenbahnersiedlung, nördlich von St. Paulin. Das Gelände, das insgesamt mehr als 6 650 Quadratmeter misst, ging 2006 zum Teil in den Besitz des Investors LuxBauHaus über. Der andere Teil des Geländes gehört der WoGeSaar.
Seit dem Verkauf 2006 ist an dem Standort nicht viel passiert: Die Fläche, die den Kindern früher als Spielplatz diente, ist weiterhin nicht bebaut, darf jedoch auch nicht mehr zum Bolzen genutzt werden, wie die Stadt Trier erklärt.
Die geplante Konzeption des Eigentümers, an dem Standort vergleichsweise teure Reihenhäuser zu errichten, ließ sich mangels Kaufinteressenten bislang nicht umsetzen. Daher wird nun umgedacht: Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung soll nach Angaben von Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani eine "quartiersadäquate Ergänzungsbebauung" entstehen: "Das bedeutet, dass in der Siedlung eine nachhaltige architektonische Qualität geschaffen wird, die im Einklang mit der Eisenbahnersiedlung steht." Nun soll kostengünstiger Wohnraum geschaffen werden, der sich ins Umfeld integriert. Wichtig seien flexible Grundrisse, die generationsübergreifendes Wohnen ermöglichen, sowie ein barrierefreier Zugang.
Im Rahmen des Grundstücksverkaufs vereinbarten das Rathaus und die Eigentümer, dass auf dem Gelände ein Spielplatz erhalten bleiben muss, für den eine Fläche von 670 Quadratmetern vorgesehen ist. Die Eigentümer schenkten der Stadt die entsprechenden Grundstücke, die nun in den neuen Entwürfen als Spielfläche eingeplant werden. Von der Mehrfachbeauftragung erhoffen sich der Eigentümer und das städtische Baudezernat viele kreative Ideen und unterschiedliche Ansätze zur Bebauung. Mehrere Architekten sollen mit der Planung vorläufiger Entwürfe beauftragt werden. Nach der vierwöchigen Bearbeitungsphase sollen die Ergebnisse voraussichtlich im November im Architektur- und Städtebaubeirat vorgestellt werden.