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Mehrere hundert Besucher sind zum Flugplatzfest in Föhren gekommen, um sich über Elektromobilität zu informieren.

Luftfahrt : Voller Kraft und trotzdem ganz schön leise

Mehrere hundert Besucher sind zum Flugplatzfest in Föhren gekommen, um sich über Elektromobilität zu informieren.

Beim Flugplatzfest in Föhren ging es auch um Elektromobilität. Die gebotene Bandbreite reichte von Akku-Haushaltsgeräten wie kabellosen Staubsaugern über Elektro-Roller und zweirädrige Segways bis zu Elektro-Autos. Darunter der Tesla von Konrad Billen, der kein Problem damit hatte, andere ans Steuer zu lassen.

Billen ist überzeugt von abgasfreier Elektromobilität und moderner Technik, wie sie Tesla biete. Karsten Pohl, der als vierter Test-Fahrer seinen Platz im Auto einnahm, war bereits von einem Elektro-Audi überzeugt. Es habe „sehr viel Spaß gemacht“ ihn zu fahren und er sei perplex, wie schnell, kraftvoll und leise das Auto über hundert Stundenkilometer gefahren sei.

Derweil stand Kurt Schmitt geduldig in der Schlange interessierter Probefahrer. Er wollte, wie seit vielen Jahren privat, einen Audi fahren. Die Entwicklung in der Automobilindustrie verfolgt er auch als Beschäftigter bei einem Zulieferer aufmerksam. Denn Antriebswellen, die ihm heute sein Einkommen sichern, würden für Elektroautos nicht mehr gebraucht. Daher hofft er, dass Unternehmen ihre Produktion rechtzeitig umstellen.

Hersteller von Elektro-Rädern und -Rollern müssen sich darum nicht sorgen. Wegen des laufenden Gesetzgebungsverfahrens waren aber nur Roller mit Sondergenehmigung auf dem Flugplatzgelände unterwegs.

Das Interesse sei groß, betonte Michael Seibel von einem Trierer Fachgeschäft. Als „angenehm – aber ungewohnt“ bezeichnete Christopher Mann seine erste Probefahrt. Denn der E-Roller wird nicht per Fuß angetreten, sondern die Fahrer beschleunigen ihn  an der Lenkstange.

Angenehm überrascht von seiner ersten Segway-Tour zeigte sich Martin Orth. Als „Spaß-Mobil“ sei das ganz lustig.

Ebenfalls Runden mit Segways bot die Trierer Wehrtechnische Dienststelle 41 (WTD) der Bundeswehr an. Zuständig für Pionier- und Truppentechnik, hat sie in erster Linie den Bedarf in Feldlagern im Blick, erklärte Peter Otte. So wie ebenfalls ausgestellte Elektro-Kastenwagen mit nur 100 Kilometern Reichweite.

Entscheidend für den Erfolg der E-Mobilität ist für Otte die Massenproduktion bezahlbarer handelsüblicher und robuster Fahrzeuge.

Eingeladen zum zweiten „Flugplatzfest der Elektromobilität“ hatte der Jugendförderverein Flugplatz Trier, unterstützt von Energieversorgern und Herstellern.

Vorstandsmitglied Anne Bauerfeind-Metzen freute sich über die gute Resonanz. 100 Testfahrten am Samstag seien am Sonntag „mit Abstand getoppt“ worden. Der Verein wolle Besuchern diese ökologische Art der Mobilität nahe bringen und zugleich Ansprechpartner sein. Die Mitglieder versprechen sich davon nicht zuletzt mehr Akzeptanz für den Flughafen.