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Mehrere Ortsbürgermeisterin der VG Ruwer hören auf

Kommunalwahl : Stühlerücken in der VG Ruwer

Wer tritt als Ortsbürgermeister an bei Kommunalwahl? Der TV hat bei den Amtsinhabern nachgehört.

Mit Heinfried Carduck (Waldrach) hört wohl der am längsten amtierende Ortsbürgermeister nicht nur in der Verbandsgemeinde Ruwer auf. Schon Anfang der 90er Jahre war es Chef der Ruwertalgemeinde, nun will er das Amt abgeben. „Ich werde jedoch nicht ganz aufhören“, sagt Carduck im Gespräch mit dem TV. Der ehemalige Oberstudienrat und Pastoralreferent kann sich vorstellen, künftig für die CDU im Verbandsgemeinderat Ruwer zu sitzen. Mindestens einen potenziellen Nachfolger für das Ortsbürgermeisteramt gibt es bereits.

Nicht mehr für den Rat auf Verbandsgemeindeebene wird Karl-Heinrich Ewald kandidieren. Er ist derzeit noch erster Beigeordneter der VG. Künftig will er nur noch Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Kasel sein. „Ich trete noch einmal an“, sagt er.

Werner Scherf (Hinzenburg) ist einer von zahlreichen Ehrenbeamten, für die nach der Kommunalwahl Ende Mai Schluss sein soll. „Ich war 15 Jahre Ortsbürgermeister und insgesamt 30 Jahre im Rat“, sagt Scherf. Er sei nun 62 Jahre alt. Es sei nun genug.

Alfred Bläser     (Gusterath) möchte ebenfalls kürzertreten und kandidiert nicht mehr für das Ortsbürgermeisteramt.  Auch Ruth Wilhelm   (Mertesdorf) will kürzertreten und sich stärker privaten Aufgaben widmen.  Die berufliche Belastung ist für Gerd Tholl (Korlingen) der Grund fürs Aufhören. Er sei nun 59 Jahre alt. Zehn  Jahre davon war er Ortsbürgermeister. Nun müssten Jüngere ran, sagt Tholl.

Ebenfalls nicht mehr antreten wird Klaus Bauer als Ortsbürgermeister in Osburg. Zumindest einen Kandidaten in der einwohnerstärksten Gemeinde für das Amt gibt es schon (der TV berichtete). Bauer war gewählt worden, nachdem sein Vorgänger Hubert Rommelfanger 2017 zurückgetreten war. Doris Scherf  (Sommerau) ist seit zehn Jahren Ortsbürgermeisterin. Nun  will sie auch im Hinblick auf ihr Alter kürzertreten. Einen potenziellen Nachfolger gibt  es in der mit 75 Einwohnern kleinsten Ortsgemeinde der VG  noch nicht.

Sich noch nicht entschieden haben Gabriele Terres (Bonerath), Marion Jonas (Farschweiler), Friedbert Theis (Holzerath) und  Hans-Peter Michels (Thomm). Als erster Beigeordneter führt aktuell Thomas Hoffmann die Amtsgeschäfte in Riveris. Er weiß noch nicht, ob er als Ortsbürgermeister antritt. In Gutweiler ist es der erste Beigeordnete Ralf Meyer. Er sagt, dass man zuversichtlich ist, eine Lösung zu finden.

Erneut will Thomas Jost (Herl) antreten. Er ist seit August 2017 Ortschef, nachdem sein Vorgänger  Artur Jäckels wegen des Streits um den Bau eines Funkmasts zurückgetreten war.

Ebenfalls antreten wollen Jutta Gard-Becker (Lorscheid), Josef Weber (Morscheid), Gerd Dietzen    (Ollmuth), Annelie Scherf  (Pluwig) und Uwe Kirchartz  (Schöndorf).