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Mehring bekommt eine neue Hoheit

Mehring bekommt eine neue Hoheit

Hannah Busert wird am 2. September gekrönt. Für die junge Frau erfüllt sich damit ein Wunsch aus Kinderjahren. Sie hat viele bekannte Vorgängerinnen.

Mehring Große Spannung bei der dreitägigen Medarduskirmes rund um das Kulturzentrum "Alte Schule": Die Mehringer und einige Gäste wählen in geheimer Abstimmung Hannah Busert zur Weinkönigin 2017/2018. Ihre Krönung wird am 2. September der Höhepunkt des Winzerspieles beim traditionellen Weinfest sein. Sie wird dann von ihrer Vorgängerin Annika I. (Hackenbruch) zur 65. Mehringer Weinkönigin gekrönt.
Während in anderen Ortsgemeinden oft keine jungen Frauen mehr das Amt der Weinkönigin übernehmen wollen, herrscht in Mehring immer noch großes Interesse. In diesem Jahr standen neben der Gewählten auch Laura Schu und Theresa Sebastiani als Kandidatinnen zur Verfügung. Alle drei sind Mitglieder der Winzertanzgruppe, aus deren Reihen immer wieder die Weinkönigin gestellt wird. Dazu gibt es klare Vorgaben. Philipp Heinz, Vorsitzender der Winzertanzgruppe, erläuterte die Anforderungen. "Die jungen Damen müssen 18 Jahre alt sein und dürfen nicht verheiratet sein", erklärt er. Viele Einwohner und Gäste zeigen sich am späten Sonntagnachmittag daran interessiert, wer als neue Weinrepräsentantin gewählt wird.
Während die Winzerkapelle "Original Moselländer" (Dirigent Walter Madert) und die Winzertanzgruppe, sie ist übrigens dreifacher Deutscher Meister, den festlichen Rahmen für das Ereignis bilden, hat die Jury die Qual der Wahl. Mitglieder des Gemeinderates, die Vorsitzenden der Ortsvereine und einige von Ortsbürgermeister Jürgen Kollmann eingeladene Gäste sowie die männlichen Mitglieder der Tanzgruppe dürfen mitwählen. "Denn die kennen die Damen am besten", heißt es in Mehring.
Als Gäste sind in diesem Jahr auch die Bundesfamilienministerin Katarina Barley, die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Schweich, Christiane Horsch und Pastor Michael Meiser mit in der Jury. Nach der Auszählung durch das Wahlkomitee unter der Leitung von Hans-Peter Reis kommt der große Augenblick der Verkündung durch den strahlenden Ortsbürgermeister Jürgen Kollmann: "Wir haben mit Hannah Busert eine neue Kandidatin für das Amt der Weinkönigin."
Die 18-Jährige wollte von Kindesbeinen her einmal Weinkönigin werden. "Ich sehne mich immer nach dem Herbst. Dann kann ich die Gummistiefel anziehen und mit Freunden zur Traubenlese gehen." Der Weinort hat seit vielen Jahrzehnten ununterbrochen eine Vertreterin des Weines. Ortsbürgermeister Kollmann sagt: "Wir können stolz darauf sein, dass aus unserem Ort bereits vier Gebiets- und drei Deutsche Weinköniginnen gestellt werden konnten." Kollmann dankt der (noch) amtierenden Hoheit, Annika I.: "Du hast in deiner Amtszeit eine hervorragende Arbeit geleistet. Deshalb gilt es, dir Danke zu sagen."