Mehring investiert in die Zukunft

Der Ortsgemeinderat Mehring hat den Hauhalt 2011 beschlossen. Für Investitionen sind in diesem Jahr 1,1 Millionen Euro eingeplant. Insgesamt steht die Gemeinde auf einer soliden Finanzbasis, was nicht zuletzt auf die Pachteinnahmen aus dem Windpark und der beiden Solarparks zurückzuführen ist.

Mehring. (dis) Die Gemeinde Mehring wird in diesem Jahr einige größere Investitionen angehen. Dazu zählt die mit rund 500 000 Euro veranschlagte und geförderte Sanierung des Kindergartens, für die zunächst 200 000 Euro eingestellt wurden. Weitere Investitionen sind für die Erschließung des Baugebietes Zellerberg (100 000 Euro), die weitere Entwicklung der touristischen Infrastruktur (100 000 Euro), den Straßenausbau (470 000 Euro) und Arbeiten auf dem Friedhof eingeplant.

Zur Haushaltssitzung begrüßte Ortsbürgermeister Jürgen Kollmann den Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Schweich, Berthold Biwer, und Alois Porten von der Verwaltung, der die Eckdaten erläuterte: Im Ergebnishaushalt stehen den Erträgen von rund 2,3 Millionen Euro Aufwendungen von rund 2,5 Millionen Euro gegenüber. Das sich daraus ergebende Minus enthält auch die Aufwendungen für Abschreibungen auf das Anlagevermögen (Wertminderung) und Rücklagen für Pensionen. Diese Buchungsposten wirken sich nicht auf den tatsächlichen Kassenbestand aus. Ohne ihre Berücksichtigung bleibt ein Überschuss in Höhe von 222 198 Euro. Im Finanzhaushalt, der den laufenden Geldverkehr (Ein- und Auszahlungen) ausweist, ergibt sich ein Überschuss in Höhe von 234 673 Euro. Zur Finanzierung von Investitionen ist nach Abzug des Überschusses eine Kreditaufnahme in Höhe von rund 628 000 Euro erforderlich.

Die gute Finanzlage mit einem Überschuss im Finanzhaushalt sei überwiegend auf die Pachteinnahmen von rund 407 000 Euro zurückzuführen, sagt Kollmann. Mehring profitiere aus der Ansiedlung des Windenergieparks und der Photovoltaik-Anlagen. Nach der Beteiligung der Verbandsgemeinde mit 15 Prozent verblieben dem Mehringer Haushalt noch rund 348 000 Euro. Verbunden mit diesen Pachteinnahmen seien mittelfristig deutliche Haushaltsverbesserungen zu erwarten. Kollmann ging im weiteren Verlauf der Sitzung ausführlich auf die wesentlichen Eckpunkte des Planwerks ein. Der Finanzhaushalt zeichnet sich durch die hohen Investitionen von etwa 1,1 MillioenEuro aus. Kollmann sagt: "Dies sind Investitionen in unsere Zukunft, aber insbesondere in die unserer Kinder."

Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt einschließlich der im Jahr 2010 erfolgten Neuverschuldung derzeit rund 1124 Euro. Dass trotz Erhöhung des Schuldenstands weniger an Zinsen zu zahlen sind, hängt insbesondere mit Umschuldungen zu wesentlich günstigeren Zinskonditionen zusammen. Nach der Stellungnahme der Fraktionen stimmte der Ortsgemeinderat dem Planwerk einstimmig zu.