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Meine Hilfe zählt: Corona-Krise: Ein warmes Mittagessen, bitte!

Meine Hilfe zählt : Corona-Krise: Ein warmes Mittagessen, bitte!

Meine Hilfe zählt: Die Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Trier-Mosel braucht Geld, um bedürftige Menschen einmal am Tag mit einer Mahlzeit zu versorgen.

Im Jahr 2018 waren 3,2 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht, die Zahl der Rentner, die als armutsgefährdet gelten, war deutlich gestiegen. Das hatte das Statistische Bundesamt Anfang dieses Jahres mitgeteilt. Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Trier-Mosel begegnen im Alltag immer wieder Menschen, deren Kühlschrank leer ist oder die nachmittags noch nichts gegessen haben. So schildert Johanniter-Mitarbeiterin Regina Lüders die Situation in manchen Haushalten. Lüders ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und für das neue „Meine Hilfe zählt“- Projekt „Warmes Essen täglich nach Hause für Bedürftige aus Corona-Risikogruppen“.

Auf der Internetseite der Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds (www.meine-hilfe-zaehlt.de) schreibt Regina Lüders: „Stell’ dir vor, du bist alt, vorerkrankt und arm.“ Irgendwie schaffe man es noch, Lebensmittel zu besorgen. „Dann kommt die Corona-Krise. Und jetzt?“ Wer genügend Geld habe, könne Einkäufe von Lebensmitteln delegieren, einen Lieferservice von Gastronomiebetrieben nutzen, sagt sie. Besonders für arme Menschen, die „vor Corona“ schon Hilfe benötigten, sei die Situation schwer und gefährlich. Und viele zählten zur Risikogruppe.

Essenausgabe in Corona-Zeiten Johanniter-Unfall-Hilfe Foto: TV/Johanniter-Unfall-Hilfe

Zur Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Trier-Mosel gehört auch ein Menüservice für Senioren und Schulen. Ältere Kunden wählen à la carte aus, und das Essen wird nach Hause geliefert.

MHZ Spendenstand 0704 Foto: TV/Schramm, Johannes

Der Service Essen auf Rädern soll in der Corona-Krise ausgeweitet werden.

Menschen, die arm und besonders gefährdet sind, sehr schwer an dem Virus zu erkranken, sollen täglich mit einem warmen Mittagessen beliefert werden. Die Mahlzeit sei einzeln hygienisch verpackt und sie sei ausgewogen, was dazu beitrage, die Gesundheit zu erhalten.

 Essenübergabe in Corona-Zeiten: Wie funktioniert die Übergabe in Zeiten wie diesen? „Eine Johanniter-Mitarbeiterin klingelt, stellt das Essen ab und hält Abstand“, sagt Lüders. Auf Wunsch könnten Mitarbeiterinnen auch mit Schutzmaske und Handschuhen die Wohnung betreten und beim Öffnen der Verpackung helfen.

 Die Essensübergabe hat wie bei allen mobilen Diensten noch einen weiteren positiven Effekt: „Es kommt jemand vorbei und kann fragen, ob alles in Ordnung ist“, sagt die Sprecherin der Johanniter.

Über „Meine Hilfe zählt“ bittet der Regionalverband Trier-Mosel um Spenden, damit fünf Menschen, die in Armut leben, sechs Wochen lang täglich mit Essen versorgt werden können. Selbst könne der Verband das Projekt zurzeit nicht stemmen, einige Dienste und damit Einnahmen seien aufgrund der Corona-Krise weggebrochen, was für eine Non-Profit-Organisation bedeute, dass wiederum weniger Geld in kostenlose Hilfeprojekte gegeben werden könne, sagt Lüders.

Eine Mahlzeit kostet acht Euro, eine Woche lang ein warmes Mittagessen zu bekommen 56 Euro.

TV-Leserinnen und -Leser können mithelfen, damit Menschen, die alt und arm sind, täglich  versorgt werden können. Der Anfang ist gemacht, vier Prozent der Spendensumme sind bereits finanziert: Es fehlen noch 1585 Euro. Das Projekt hat die Nummer 78449.