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„Meine Hilfe zählt“ – Damit Vereine und Menschen Krisen überstehen

Spendenaktion : Füreinander da sein in Europa und Afrika

„Meine Hilfe zählt“: Wie TV-Leserinnen und -Leser vor Ort und weltweit wöchentlich helfen, damit Vereine und Menschen Krisen überstehen.

Es ist eine Premiere: Im Slum Mathare in Nairobi entsteht zum ersten Mal eine Bibliothek. Mitglieder des Trierer Vereins Bildung fördert Entwicklung waren schon mehrfach in Kenia, kennen viele Menschen und die Situation im Slum sowie die Notwendigkeit, dort den Zugang zu mehr Bildung zu schaffen. „Wir sind sehr gerührt über die weiteren Spenden“, schreibt Vereinsmitglied Christel Aretz auf der Internetseite von „Meine Hilfe zählt“, der großen Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds unter www.meine-hilfe-zaehlt.de. In der vergangenen Woche sind mehrere Hundert Euro eingegangen, damit das Projekt mehr und mehr realisiert werden kann. John Wesonga ist ein ehemaliger Student, der während eines Uni-Projekts in Trier war und engen Kontakt zum Verein hat. Der junge Afrikaner hat den Aufbau der Bibliothek in seiner Heimat angestoßen. „Inzwischen hat er sogar eine Bibliothekskraft eingestellt“, teilt Aretz mit. Weiter ist geplant, dass dort auch Lehrer fortgebildet werden sollen. Denn wer in den Slum­schulen unterrichtet, hat meist keine Ausbildung, engagiert sich aber sehr, damit die Kinder und Jugendlichen lernen können. Geplant ist laut Verein, dass pensionierte Lehrkräfte aus Deutschland die Lehrer schulen. Wer den weiteren Aufbau der Bibliothek und die damit verbundenen Projekte fördern möchte, kann unter der Nummer 76630 spenden. Ein Viertel der Spendensumme ist bereits zusammengekommen.

Christel Aretz (Zweite von links) engagiert sich im Verein Bildung fördert Entwicklung für Menschen in Nairobi (Kenia). Foto: TV/Verein Bildung fördert Entwicklung

Regelmäßiger Zugang zu sauberem Wasser Auch im afrikanischen Mali kommt das „Meine Hilfe zählt“-Projekt „Wasser ist Leben – Trinkwasser für das malische Dorf Sansandy/Kobiri“ gut voran. TV-Leserinnen und -Leser haben die Hälfte der Summe gespendet, die gebraucht wird, um den dringend notwendigen Brunnen zu bauen. In Sansandy leben aktuell mehr als 1000 Männer, Frauen und Kinder. „Es gibt nur einen alten Brunnen mit unsauberem Wasser“, beschreibt Peter Brucker aus Longkamp vom Verein Mali-Hilfe die prekäre Trinkwasserversorgung im Dorf. Brucker ist der Vorsitzende des Vereins, der das „Meine Hilfe zählt“-Projekt eingestellt hat. Er berichtet, Tag für Tag müssten die Menschen zig Kilometer mit Kübeln und Eselskarren zurücklegen, um an sauberes Trinkwasser zu kommen. Noch 4200 Euro werden gebraucht, damit den Bewohnern diese täglichen Torturen erspart bleiben und Trinkwasser aus einem neuen Brunnen im Dorf geschöpft werden kann. Das Projekt hat die Nummer 81042.

Wo Esel ein neues Zuhause finden Schwer gebeutelt von der Corona-Krise ist der Verein Esel­zentrum Trierer Land. So wie vielen Vereinen sind den Tierschützern in Langsur-Metzdorf viele Einnahmequellen weggebrochen. Doch die Tiere – Esel, Mulis, Ponys, Katzen, Hunde, Enten, Gänse und Hühner – haben jeden Tag Hunger und müssen gepflegt werden. TV-Leserinnen und -Leser haben ein Herz für die Tiere auf dem Gnaden- und Begegnungshof. Weit über 6000 Euro wurden bislang gespendet. „Danke allen Spendern für eure Unterstützung“, schreibt Rosemarie Müller im „Meine Hilfe zählt“-Blog des Projekts. Unter der Rubrik Aktuelle Stimmen schreibt Michael R.: „Wir drücken ganz fest die Daumen, dass das Spendenziel erreicht wird!“ Es fehlen noch 1668 Euro bis zur vollen Finanzierung des Projekts. Wer dazu beitragen möchte, dass das Eselzentrum die Pandemie übersteht, kann unter der Nummer 79421 für „Coronahilfe für das Eselzentrum Trierer Land e.V.“ spenden.

Im Eselzentrum Trierer Land in Langsur kümmert sich Rosemarie Müller von früh bis spät um mehr als 100 Tiere. Foto: Florian Blaes

Ausstieg aus Alkohol-, Drogen- oder Medi­kamenten­sucht Für viele Menschen, die suchtkrank sind, ist der Kreuzbund Regionalverband Trier eine wichtige Anlaufstelle. Wenn es die Corona-Verordnung erlaubt, treffen sich Selbsthilfegruppen – 16 feste und zwei offene Gruppen – in den Räumen in der Schöndorfer Straße. Menschen, die süchtig nach Alkohol, Drogen oder Medikamenten sind, tauschen sich aus und helfen einander, aus dem Teufelskreis Sucht auszusteigen und nicht wieder rückfällig zu werden. Auch Angehörige von Suchtkranken können sich an den Kreuzbund wenden.

Foto: TV

Damit die Angebote kostenfrei sein können, ist der Kreuzbund auf jeden Euro angewiesen, der gespendet wird. Denn Miete und Nebenkosten fallen Monat für Monat an. Es fehlen noch 2160 Euro. Wer die Suchthilfe des Kreuzbunds unterstützen möchte, kann unter der Nummer 24201 spenden.