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„Meine Hilfe zählt“ - Der Verein Benefiz-Radler sammelt Spenden

Spendenaktion : Spaß haben und damit anderen helfen

„Meine Hilfe zählt“: Der Verein Benefiz-Radler sammelt Spenden, damit auch Menschen ärztlich behandelt werden können, die nicht krankenversichert sind.

Ruft man Eddy Linden auf seinem Handy an, schallt einem „FC Bayern, Stern des Südens, du wirst niemals untergehen …“ entgegen. Der Mann aus Plein (Landkreis Bernkastel-Wittlich) hat viel mit seinem Lieblingsfußballverein gemeinsam. „Du wirst niemals untergehen, weil wir in guten wie in schlechten Zeiten, zueinander stehen“, heißt es weiter in dem Liedtext. Auch im von Corona gebeutelten Jahr 2020 hat Eddy Linden weiter unermüdlich Spenden für Hilfsbedürftige gesammelt.

Mit einer Radtour von Wittlich nach München hatte alles angefangen. Eddy Linden und andere Sportbegeisterte radelten Kilometer um Kilometer und sammelten Geld, damit ein Kinderdorf in Ruanda mit Wasser versorgt werden konnte. 24 000 Euro waren zusammengekommen und die Idee geboren, weiterzumachen. Das Ergebnis: Vor rund zwölf Jahren wurde der gemeinnützige Verein Benefiz-Radler gegründet. Linden und diejenigen, die den guten Zweck ebenfalls unterstützen, sammelten bis heute viele Euro für Hilfsbedürftige – beim Wandern, beim Kicken, an Verkaufsständen, beim Radeln. „Wir haben bislang 383 000 Euro Spenden überwiesen“, sagt der engagierte Ehrenamtliche.

2015 fuhren die Pleiner Benefiz-Radler (Foto links) über Bad Neuenahr und Aachen nach Esch – 510 Kilometer in fünf Tagen . Eddy Linden (rechtes Bild) gründete den Verein. Foto: TV/Florian Schlecht

Statt an seinem 60. Geburtstag an sich zu denken, hatte Eddy Linden im vergangenen Jahr eine 65 Kilometer lange Spenden-Radtour organisiert – damit Menschen, die über keine oder keine ausreichende Krankenversicherung verfügen, lebensnotwendige Behandlungen im Trierer Brüderkrankenhaus erhalten.

Das hatte einen Grund: Lindens Tochter Stephanie hatte während ihrer Freiwilligenarbeit in Kenia die Tochter ihrer Gastfamilie ins Herz geschlossen. Die kleine Nikita war an einem Hirntumor erkrankt, und die Ärzte in Mombasa konnten nichts mehr für sie tun (der TV berichtete). Die Lindens sammelten wieder Geld, und der Haus­obere und ein Chefarzt des Trierer Brüderkrankenhauses sagten zu, Nikita zu operieren. Obwohl sie nicht wussten, ob die Spenden ausreichen würden. „Das Brüderkrankenhaus hat dann noch aus einem speziellen Fonds auf die rund 25 000 Euro draufgelegt“, sagt Linden. Und dass er dafür sehr dankbar sei und etwas zurückgeben möchte. Während seiner Geburtstags-Radtour waren mehr als 6666,66 Euro zusammengekommen. Und über das „Meine Hilfe zählt“-Projekt sammelt der Verein Benefiz-Radler weitere 2500 Euro, damit Menschen wie Nikita, die die Erkrankung leider nicht überlebt hat, im Brüderkrankenhaus behandelt werden können. Das „Meine Hilfe zählt“-­Pro­jekt „Spaß haben und anderen helfen“ hat die Nummer 84229. Es fehlen noch 2230 Euro.

Eddy Linden aus Plein (Landkreis Bernkastel-Wittlich). Foto: Eddy Linden/privat

Das Hilfeportal „Meine Hilfe zählt“ des Trierischen Volksfreunds unterstützt aktuell 126 Projekte regionaler Vereine. Regelmäßig stellen wir Projekte vor, wie sie vorankommen und berichten darüber, was aus Ihrer Hilfe geworden ist.