Meine Hilfe zählt: Der Wittlicher Verein Panuves kümmert sich um Heimkinder in Bolivien und bittet um Spenden für „Projekt Nummer acht“.

Meine Hilfe zählt : Damit sie satt werden

Meine Hilfe zählt: Der Wittlicher Verein Panuves kümmert sich um Heimkinder in Bolivien und bittet um Spenden für „Projekt Nummer acht“.

Schneebedeckte Berggipfel, bunte Häuser, Eukalyptusbäume – Fotos zeugen von der Schönheit und Einzigartigkeit der Hauptstadt Boliviens:  La Paz. Hunderttausende Menschen sind dort  zu Hause. Für manches Kind bedeutet zu Hause zu sein, alleine auf der Straße leben zu müssen.

Wäre da nicht Schwester Rosario, kurze graue Haare, Brille, burschikos. Die katholische Nonne des Ordens der „Schwestern von der Liebe Gottes“ gibt 120 Kindern ein Zuhause im Heim Carlos de Villegas (der TV berichtete mehrfach).

Liebevoll kümmern sich die Mitarbeiterinnen des Kunderheims in La Paz um ihre Schützlinge. Foto: Teusch/Panuves e.V.

Ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder Geschlechts:  Sie gibt den Jungen und Mädchen ein Zuhause, weil es Kinder sind, die Hilfe brauchen. Die Mehrheit der Jungen und Mädchen sind Arbeiterkinder oder kommen vom Land. Viele Kinder sind Vollwaisen, manche kommen aus zerrütteten Familien oder sind Kinder von Drogenabhängigen oder Inhaftierten – buchstäblich Kinder, die mutter- und vaterseelenallein sind. „Und Neugeborene werden den Schwestern durch die Babyklappe in Obhut gegeben“, schreibt Susanne Teusch.

Babynahrung ist in La Paz teuer. Ohne die Spendengelder aus Deutschland könnte das bolivianische Kinderheim Carlos de Villegas die Versorgung der Kleinsten nicht bewältigen. Foto: TV/h_kreis <h_kreis@volksfreund.de>+SEP+h_kreis <h_kreis@volksfreund.de>

Viele Mädels würden ungewollt durch Missbrauch schwanger und seien in ihrer Hilflosigkeit auf das Kinderheim angewiesen.

MHZ_Spendenstand_2910. Foto: TV/Schramm, Johannes

Susanne Teusch hat den Verein Panuves Wittlich mit Menschen, die das Schicksal der jungen Bürger von La Paz ebenfalls bewegt, gegründet. Während einer Urlaubsreise vor 16 Jahren war die Wittlicherin Schwester Rosario und den Heimkindern zum ersten Mal persönlich begegnet. Seitdem tut sie, was sie tun kann: Beispielsweise organisiert sie mit Vereinsmitgliedern regelmäßig Flohmärkte zugunsten des Heims und der Verein bittet auf der Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds um Unterstützung. Aktuell für das achte Meine-Hilfe-zählt-Projekt. Denn die Kinder fordern die Nonnen Tag für Tag heraus: 120 Kinder müssen satt werden und die Schüler unter ihnen brauchen immer wieder neue Hefte, Stifte, Bücher – all das, was man täglich zum Lernen braucht. Denn auch um eine gute Schulbildung kümmern sich die Ordensfrauen.

„Das Projekt ‚Anschaffung von Kinderbetten’ konnten wir mit Hilfe der Spenden erfolgreich abschließen“, schreibt Teusch auf der Internetseite von Meine Hilfe zählt. Doch es gibt kein „vollständig finanziert“ im Heim. Täglich müssen Fläschchen mit Babynahrung, die in La Paz teuer ist, und Kochtöpfe gefüllt werden. Immer wieder fehlt es an Alltäglichem. So beschreibt der Verein die Situation Tausende Kilometer von Wittlich entfernt.

Der gemeinnützige Verein bittet TV-Leser weiter um Spenden. Bereits mehr als ein Drittel der erforderlichen 6000 Euro ist schon zusammengekommen.

Wofür Schwester Rosario das Geld ausgibt, erfährt der Verein genau. Denn laut Teusch erstellt die Nonne mehrmals im Jahr einen so genannten Haushaltsbericht, in dem genau aufgelistet und mit Quittungen belegt wird, was für die Kinder von den Spenden gekauft wurde. Und sie betont, die Verwaltungskosten seien sehr gering. Im Jahr 2018 hätten sie bei 0,0018 Prozent gelegen.

Wer mithelfen möchte, dass die Kinder im Heim Carlos de Villegas in La Paz satt werden und es nicht an Alltäglichem für die Schule mangelt, kann für das Projekt unter der Nummer 72997 spenden.