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„Meine Hilfe zählt“ - Eifeler Tierschützern fehlen wichtige Einnahmen

Spendenaktion : Damit die Tiere satt werden

„Meine Hilfe zählt“: Eine Stiftung aus der Region bittet um Spenden. Denn aufgrund der Corona-Krise sind für die Tierschützer wichtige Einnahmequellen weggefallen.

Wer auf der Internetseite der „Stiftung Atlantis – Hilfe für Mensch, Tier und Umwelt“ stöbert, wird auch zu Tieren geleitet, die aktuell ein neues Zuhause suchen: Ente Helene, sechs Hunde, drei Kaninchen und zehn Katzen. Alle Tiere haben Namen. Speedy, Snoopy und Hani heißen etwa die Kaninchen. Zur Kurzbeschreibung gehört auch, was gut für die Tiere wäre und wie sie sich gegenüber Menschen und Artgenossen verhalten.

Vor 13 Jahren ist die Stiftung gegründet worden. Viele Tiere finden in Idesheim (Eifelkreis Bitburg-Prüm), dort wo auch der Stiftungssitz ist, und an anderen Pflegestellen ein vorübergehendes oder letztes Zuhause. Über ihre Motivation, sich gemeinnützig zu engagieren, sagen die Tierschützer: „Wir wollen unseren Kindern eine bessere Welt hinterlassen und dazu beitragen, dass die Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Umwelt sich verbessern.“

Katzen finden im Tierheim ruhige Plätze, auf denen sie schlafen oder ihr Umfeld beobachten können. Foto: TV/Nora John

Mit Aufklärung und tatkräftiger Hilfe solle erreicht werden, dass Menschen achtsamer mit Tieren umgehen, schreibt Florian Merkel auf der Internetseite von „Meine Hilfe zählt“ unter www.meine-hilfe-zaehlt.de. „Vor allem möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen und Not lindern und helfen, wo immer wir können.“ Merkel verantwortet das Projekt „Futter- und Tierarzt­kosten“ auf der großen Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds.

Was können Menschen noch tun, um die Stiftung und damit die Tiere zu unterstützen? „Übernehmen Sie eine Patenschaft und ermöglichen so einem Tier einen gesicherten Platz auf einer unserer Pflegestellen“, heißt es weiter auf der Website von Atlantis.

Katzen, Kaninchen und Schweine finden in Idesheim ein neues Zuhause. Foto: TV/Nora John
Die Ente Helene und mehrere Kaninchen suchen ein neues Zuhause. Rechtes Bild: Tierheimleiterin Ursula Hoyer, Michele Woltz und Karoline Klein mit Hängebauchschwein Fridolin. Foto: TV/Nora John

Für Esel Knut, Rind Bobby oder die Schweine Mia und Oskar können Patenschaften übernommen werden – insgesamt für rund 150 Tiere. „Indys Schicksal hat sich in letzter Minute zum Guten gewendet. Sie darf weiterleben und hat jetzt einen tollen Platz, wo sie ihr Leben in vollen Zügen genießen kann“, schreiben die Vereinsmitglieder unter der Rubrik Patentiere. Oder: „Mona und Annabel leben glücklich mit ihren Artgenossen auf ihrer Pflegestelle“, heißt es dort über zwei Ziegen.

Die Tiere, um die sich die Idesheimer Stiftung kümmert, haben eines gemeinsam: Sie wurden abgegeben, weil ihre Besitzer sich nicht mehr sorgen konnten, etwa weil ihnen das Geld fehlte – oder weil sie die Tiere loswerden wollten. Die Gründe, weshalb Schwein Mia oder Rind Bobby dorthin kamen, sind viel­fältig.

Wie einer Vielzahl an Vereinen sind während der Corona-Krise auch der Stiftung „Atlantis – Hilfe für Mensch Tier und Umwelt“ Einnahmen weggebrochen. „Gerade im Hinblick auf die sonst sehr regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen sind wir durch die Corona-Situation natürlich stark eingeschränkt und hoffen daher auf eure Hilfe!“, appelliert Florian Merkel an die TV-Leserinnen und -Leser. Für laufende Futterkosten bittet die Stiftung um 200 Euro. Das Projekt hat die ­Nummer 85331.

Derzeit laufen insgesamt 77 Projekte auf der TV-Spendenplattform, davon sind 13 Tierschutz-Projekte. Jeder Euro hilft.