Meine Hilfe zählt: Für den weiteren Bau und den Betrieb eines Krankenhauses in Tansania werden Spenden und das Wissen der TV-Leser gebraucht.

Meine Hilfe zählt : Damit kein Kind sterben muss

Meine Hilfe zählt: Für den weiteren Bau und den Betrieb eines Krankenhauses in Tansania werden Spenden und das Wissen der TV-Leser gebraucht.

Moshi ist eine Stadt im Nordosten von Tansania. Bilder zeigen eine atemberaubend schöne Landschaft am Fuße des Kilimandscharo.  Diese Bilder, die einem Urlaubskatalog entnommen sein könnten, verschleiern die alltägliche Trauer und Verzweiflung der Menschen auf dem Land nah an der Stadt Moshi, die fast zweimal so viele Einwohner hat wie Trier. Denn 75 von tausend Neugeborenen sterben dort an Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung oder Masern, an Krankheiten, die leicht behandelt werden könnten. Auch viele Mütter überleben die Geburt nicht. Und das Leid geht weiter: Jedes vierte Kind wird auch im Jahr 2019 in dieser Region keine fünf Jahre alt. Der Grund: Impfungen und Medikamente fehlen oder das Wissen, wie Tabletten oder Infusionen richtig eingesetzt werden.

Der Verein Kinderhilfe Moshi/Tansania setzt sich ein, damit Mütter bei der Geburt nicht sterben müssen, weil das medizinische Wissen fehlt und die Kindersterblichkeit endlich zurückgeht. Konkret: Dagegen helfen wird ein Krankenhaus,  seit neun Jahren wird es gebaut.

Eduard Kimmlingen aus Trierweiler vertritt den engagierten Verein, der wiederum mit der Schwesterstiftung Kirua Children Care Foundation (KCCF) in Tansania zusammenarbeitet (siehe Info).
Vor wenigen Tagen ist Kimmlingen aus Afrika  zurückgekehrt – mit einer frohen Nachricht und sehr beeindruckt. „Auf dem Weg von der Unterkunft bis hin zum Krankenhaus habe ich sicher zwanzig Hände geschüttelt“, sagt er. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen sei faszinierend. Die frohe Nachricht: Die beiden ersten Etagen des Krankenhauses wurden offiziell eröffnet. „Im Oktober können die ersten Patienten dort behandelt werden“, sagt Kimmlingen. Etage drei und vier seien etwas weiter als „Rohbauzustand“.

Doch mit dem  Bau des Krankenhauses ist es nicht getan. Möbel und medizinische Geräte von der Pinzette bis zum Operationstisch müssen angeschafft werden, Personal muss geschult und Unterkünfte für Ärzte sowie Schwestern müssen gebaut werden. Deshalb bereitet Kimmlingen die Gründung eines weiteren Vereins vor, „der sich genau um diese Punkte kümmert“, sagt er. Er sucht Menschen, die ihr Wissen weitergeben können: etwa Ärzte. Und Menschen, die spenden. „Gerne brauchbare Sachspenden, etwa wenn Praxen aufgelöst werden.“ Beide Trierer Krankenhäuser unterstützen das Projekt bereits. Ein Röntgengerät beispielsweise wird mit dem für 1600 Euro neu angeschafften Container nach Tansania gebracht werden.

Das Verschiffen eines Containers ist sehr teuer. „Man darf sich nicht vorstellen, dass man ein Paket schnürt und es wegschickt“, sagt Kimmlingen. Zölle müssten beachtet und bezahlt werden, der gefüllte Container müsse nach Hamburg transportiert werden, in Kenia angekommen, nach Tansania und dort in die Nähe der Stadt Moshi gebracht werden.

Kimmlingen baut weiter auf die Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region Trier. Übrigens beschäftigen sich derzeit auch fünf Hochschulstudenten in Trier mit dem ländlichen Distrikt rund um Moshi, in dem das Krankenhaus entsteht. Sie arbeiten an Projekten zum Thema Müllentsorgung und -vermeidung und zur Wasserversorgung.

Unter der Rubrik „Aktuelle Stimmen“ auf der Internetseite von Meine Hilfe zählt (meine-hilfe-zaehlt.de) schreibt Christopher W.: „Wir danken Ihnen und allen Helfern für Ihre wichtige Arbeit und wünschen Ihnen auch für dieses Projekt viel Erfolg.“

Die für die Region Kilimandscharo zuständige Regierungsbeamtin Anna Mgorof eröffnet offiziell das neue Kinderkrankenhaus in Moshi. Sie wird begleitet vom  Abgeordneten James Mbatia (rechts) und dem Vorsitzenden der Krankenhaus-Trägerstiftung, Pater Amedeus Macha. Foto: TV/Kinderhilfe Moshi
Freuen sich, dass dank der Unterstützung der Kinderhilfe-Moshi das Kinderkrankenhaus in Moshi (Tansania) telweise fertiggestellt werden konnte: Mechthild Ritz, die Vorsitzende des Vereins Kinderhilfe-Moshi, die das offizielle Genehmigungsschreiben zum Betrieb der Kinderklinik  in Händen hält, Eduard Kimmlingen (Vertreter der Kinderhilfe-Moshi in der Region Trier), Pater Amedeus Macha (links; Vorsitzender des Klinik-Trägervereins) und ein Vertreter einer beteiligten Baufirma. Foto: TV/Kinderhilfe Moshi
Die Kinder in der Region Moshi haben jetzt dank des neuen Krankenhauses eine  medizinische Versorgung. . Foto: TV/Kinderhilfe Moshi

TV-Leser können das Meine-Hilfe-zählt-Projekt „Moshi Kinderhilfe, Bau eines Kinderkrankenhauses“ unter der Nummer 50951 unterstützen – und dazu beitragen, dass Kinder und Mütter nicht sterben müssen, weil einfache medizinische Mittel fehlen.

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