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„Meine Hilfe zählt“ – Jeder Euro hilft während der Krise

Spendenaktion : Jeder Euro hilft während der Krise

„Meine Hilfe zählt“: Ob Miez aus Trier oder ein Kinderheim in Bolivien – die Projekte kommen gut voran.

Die Corona-Krise macht Vereinen sehr zu schaffen. Auch das Jugendzentrum Mergener Hof e.V. ist seit Mitte März in finanzielle Schieflage geraten. Denn eine wichtige Einnahmequelle – der Erlös aus Veranstaltungen – war weggebrochen. Kai Wichmann leitet das Jugendzentrum. Er setzt viel Hoffnung in das „Meine Hilfe zählt“-Projekt „Der Mergener Hof muss die Corona-­Krise überstehen“. Zurecht: In der vergangenen Woche war der Verein bester Spendensammler und ist seinem Ziel, rund 15 000 Euro über die Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds zu sammeln, ein gutes Stück nähergekommen. Es fehlen noch exakt 8405 Euro, damit er überleben kann. Die Miez, wie die Trierer sagen, ist für viele junge Leute eine wichtige Anlaufstelle. Bis zu 70 Schüler kommen Tag für Tag in das Jugendzentrum, um dort nach der Schule Haus­aufgaben zu machen, zu Mittag zu essen und mit Freunden zu spielen. Auch während der Corona-Krise ist die Miez für Familien da: In Kleingruppen konnten ein Dutzend Schüler dort weiterhin lernen, und das Jugendzentrum hat eine Telefon-Hotline für Familien eingerichtet – um nur zwei der Angebote zu nennen. Wer dazu beitragen möchte, dass der Verein die Corona-Krise übersteht, kann unter der Nummer 80109 spenden.

Gut vorangekommen ist das „Meine Hilfe zählt“-Projekt der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Trier-Mosel e.V. „Warmes Essen täglich nach Hause für Bedürftige aus Corona-Risikogruppen“. Seit Ende April wurden dank der Spender 33 Menschen mit einem warmen Mittagessen beliefert. Vier weitere bedürftige Menschen in Trier sollen täglich mit einer Mahlzeit versorgt werden – und das sechs Wochen lang. Es fehlen noch 1232 Euro. Das Projekt hat die Nummer 78449.

Eine Hausaufgabenbetreuung für Kinder und Jugendliche gehört zu den vielen Angeboten des Mergener Hofs in Trier. Foto: dpa/Sven Hoppe

Eine ebenso wichtige Institution wie die Miez ist der Kinderschutzbund in Trier. Zu seinem Angebot gehört auch der Kinderschutzdienst. Er kümmert sich um die Jüngsten der Gesellschaft. Die Einrichtung ist Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die von Gewalt bedroht sind, geschlagen, vernachlässigt, seelisch unter Druck gesetzt oder sexuell missbraucht werden. In Rheinland-Pfalz gibt es die Kinderschutzdienste seit 30 Jahren. Sie nehmen das Jubiläum zum Anlass, Geleistetes zu würdigen und die Öffentlichkeit noch stärker über das Angebot zu informieren. Die rheinland-pfälzischen Träger teilen sich die Arbeit rund um das Jubiläum auf. Der Trierer Kinderschutzbund kümmert sich um Plakate und Flyer. TV-Leserinnen und -Leser haben die Kosten für den Entwurf und den Druck bereits voll finanziert. Der Deutsche Kinderschutzbund Orts- und Kreisverband Trier e.V. hat einen weiteren Bedarf auf der Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds angemeldet. Denn noch mehr Flyer und Plakate sollen gedruckt werden. Es fehlen 600 Euro. Das Projekt „30 Jahre Kinderschutzdienst in Trier – Feier und Würdigung“ hat die Nummer 69631.

Foto: CROC Design

Auch Tausende Kilometer von Trier entfernt leiden Menschen unter der Corona-Krise. Schwester Rosario schreibt aus dem bolivianischen La Paz, wie dankbar sie für die Unterstützung aus Deutschland sei – gerade in dieser extrem schwierigen Zeit. Die Nonne leitet in der Stadt in den Anden das Kinderheim Carlos de Villegas. „Was wir in Bolivien durchleben, ist schrecklich, es ist, als ob man uns sagen würde, ,rette sich, wer kann’“, heißt es weiter in ihrer E-Mail. Im Kinderheim seien alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Susanne Teusch aus Wittlich hatte mit Gleichgesinnten den Verein ­Panuves e.V. gegründet. Seit Jahren unterstützen sie das Kinderheim. Auch ihr 21. „Meine Hilfe zählt“-Projekt kommt gut voran: Fast die Hälfte der notwendigen Spendensumme (6000 Euro) ist schon finanziert. Schwester Rosario braucht jeden Cent. Denn Lebensmittel muss sie aufgrund der Pandemie in wesentlich teureren Supermärkten kaufen statt auf dem Markt. Atemschutzmasken sind laut der Schwester sehr teuer geworden. TV-Leserinnen und -Leser können unter der Nummer 77842 spenden.