1. Region
  2. Trier & Trierer Land

„Meine Hilfe zählt“ - Jugendzentrum Mergener Hof war erfolgreich

Spendenaktion : Die „Miez“ aus Trier hat es geschafft

„Meine Hilfe zählt“: Durch zahlreiche Spenden bekommt das Jugendzentrum Mergener Hof in Trier Rückenwind in der Corona-Krise. Andere Projekte brauchen weiterhin jeden Euro.

Große Freude in der Rindertanzstraße in Trier: Das Projekt „Der Mergener Hof muss die Corona-Krise überstehen“ hat sein Spendenziel erreicht. „Wir sind überglücklich und sehr dankbar, dass in dieser schwierigen Zeit so viele Spenden zusammen gekommen sind“, sagt Kai Wichmann. Er leitet das Jugendzentrum Mergener Hof. Exakt 169 TV-Leserinnen und -Leser haben mehr als 16 000 Euro gespendet, damit die „Miez“, wie die Trierer die Einrichtung nennen, keine pädagogischen Mitarbeiter entlassen muss und die Angebote für Kinder und Jugendliche weiterlaufen können. In der Regel besuchen täglich rund 70 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Stadtgebiet den Mergener Hof. Sie essen dort zusammen zu Mittag, machen Hausaufgaben, spielen miteinander, und Familien werden unterstützt.

Spenden für ein Kranken­hausprojekt Etliche Flugstunden von Trier entfernt, im Umland der Stadt Moshi in Tansania, kennt sich Eduard Kimmlingen aus Trierweiler (Verbandsgemeinde Trier-Land) gut aus. Schon mehrfach war er dort, er kennt die große Not der Familien in dem ostafrikanischen Land: Mütter sterben bei der Geburt und jedes vierte Kind vor seinem fünften Geburtstag. Sie erleiden dieses tragische Schicksal, weil es an einfachstes medizinischen Mitteln mangelt. Kimmlingen engagiert sich im Verein Kinderhilfe Moshi/Tansania. Über unser Hilfeportal sammelt dieser Verein Spenden für den Bau eines Krankenhauses, zwei Etagen sind bereits in Betrieb. Damit die Stationen ausgestattet und die Mitarbeitenden ausgebildet werden können, und damit die Mediziner und Pfleger vor Ort ein Dach über dem Kopf haben, wurde ein zweiter Verein namens Kirua Kinderhospital Hilfe gegründet. Aktuell fehlt noch Geld, damit die Unterkünfte für das Personal fertiggestellt werden können. Unter der Nummer 73217 kann für dieses Projekt eingezahlt werden. Jeder Euro trägt dazu bei, dass weniger Mütter und Kinder in Tansania sterben.

Ziegenhaltung als große Chance Um eine bessere Zukunft für Frauen und deren Familien geht es in dem „Meine Hilfe zählt“-­Projekt „Mbuzi Chizi – Die Ziegenmilchkäserei in Tansania“. Unter der Rubrik Aktuelle Stimmen auf der Internetseite unseres Hilfeportals schreibt Hermann K.: „Tolles Projekt: Hilfe zur Selbsthilfe, nachhaltig, emanzipatorisch.“ Worum geht es? Ziel ist, in Tansania, im Umland der Stadt Arusha, eine Ziegenmilchkäserei aufzubauen. Hilfe zur Selbsthilfe soll Frauen ermöglichen, sich eine Selbstständigkeit aufzubauen, damit sie unabhängig werden. Birgit Kuhlmeier aus Trier ist Gründungsmitglied des Vereins Mbuzi Chizi Ostafrika, der sich für das Projekt engagiert. Sie sagt: „Dann können die Frauen zum Lebensunterhalt der Familie beitragen oder diesen sichern.“ Dies verbessere langfristig ihre Lebensbedingungen, stärke ihr Selbstbewusstsein und steigere die Anerkennung in der Gemeinschaft. „Die Frauen haben meist viele Kinder, denen so der Zugang zum Schulbesuch und folglich zur Bildung ermöglicht wird“, sagt Kuhlmeier. Insgesamt werden 2900 Euro gebraucht, damit die Ziegenherde wachsen kann und die Tiere gesund bleiben. Zudem sollen die Frauen lernen, wie man Ziegenmilchkäse herstellt, und vor einer Ansteckung mit Covid-19 geschützt werden. Es fehlen noch 90 Euro. Das Projekt hat die Nummer 86969.

 So sah es 2020 im Flüchtlingslager in der Auto­nomen Region Kurdistan im Irak aus, das Katrin Bornmüller von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte mehrmals besucht hat.
So sah es 2020 im Flüchtlingslager in der Auto­nomen Region Kurdistan im Irak aus, das Katrin Bornmüller von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte mehrmals besucht hat. Foto: TV/IGFM Wittlich
„Meine Hilfe zählt“ - Jugendzentrum Mergener Hof war erfolgreich

Hilfe für traumatisierte Opfer des IS Diese Frau wird nicht müde, sich für andere einzusetzen: Katrin Bornmüller, 80 Jahre alt, von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Wittlich. Am kommenden Freitag fährt der 500. Hilfstransport aus der Säubrennerstadt zu Menschen, die in großer Not sind, nach Litauen. Auch über unser Hilfeportal sammelt Bornmüller immer wieder Spenden für Projeke, etwa um jesidischen Mädchen und Frauen aus Kurdistan zu helfen. Laut der Menschen­rechts­organisation IGFM wurden die Mädchen und Frauen von Terroristen des Islamischen Staats mehrfach vergewaltigt, schwer misshandelt und ihren Familien entfremdet. Nur ein spezielles trauma­psychologisches Programm könne ihnen helfen, wieder zurück in ihre Familien und ihr gewohntes Leben zu finden, sagt Bornmüller. Dem Projekt unter der Nummer 76376 fehlen noch 224 Euro.

„Meine Hilfe zählt“ - Jugendzentrum Mergener Hof war erfolgreich

Derzeit unterstützt „Meine Hilfe zählt“ 131 Projekte regionaler Vereine. Immer mittwochs stellen wir Projekte vor oder wir berichten, wie sich die Spendenaktionen entwickeln und was aus Ihrer Hilfe geworden ist.