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„Meine Hilfe zählt“ - Leser unterstützen viele Projekte von Vereinen

Spendenaktion : Hoffnung für Projekte von Trier bis Bolivien

„Meine Hilfe zählt“: Auch während der Corona-Pandemie lassen TV-Leserinnen und -Leser Vereine nicht im Stich, die für andere da sind.

Der erste Tausender ist geschafft: TV-Leserinnen und -Leser tragen mit jedem Cent dazu bei, dass die Elternwohnung der Villa Kunterbunt in der Feld­straße in Trier weiter bestehen kann. Wer zieht dort ein? Familien, die ein schwerkrankes Kind haben, das im Mutterhaus behandelt wird, damit sie in der Nähe des kleinen Patienten sein können. „Manchmal für eine Nacht, manchmal bis zu einem halben Jahr“, sagt Kinderarzt Christoph Block. Man kann sich leicht vorstellen, wie entlastend es ist, in dieser extremen Situation nicht noch lange Auto fahren oder gar eine Wohnung anmieten zu müssen. Seit Beginn der Corona-Krise seien für den Verein Villa Kunterbunt Trier fast alle Spenden vollständig weggebrochen, sagt Block. Der Mediziner leitet nicht nur das Nachsorgezentrum für Kinder, die an Krebs erkrankt, chronisch oder schwer krank sind. Er ist auch Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Block setzt große Hoffnung in das „Meine Hilfe zählt“-Projekt „Die Elternwohnung der Villa Kunterbunt in Zeiten von Corona 2020“, damit Familien, die in einer Ausnahmesituation sind, nah beieinander sein können. Das Projekt hat die Nummer 81946.

Um alte und kranke Menschen geht es in dem „Meine Hilfe zählt“-Projekt der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Trier-Mosel. Also um Menschen, die besonders gefährdet sind, an Covid-19 zu erkranken. Die Johanniter hatten das Projekt „Ein warmes Essen täglich nach Hause für Bedürftige aus Corona-Risikogruppen“ auf der großen Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds eingestellt. Mit Erfolg. Bereits mehr als 30 Senioren und Kranke, die zur Risikogruppe zählen, erhalten täglich ein warmes Essen – und das sechs Wochen lang. Damit noch mehr Bedürftige, die besonders unter der Pandemie leiden, von dem Hilfsangebot profitieren, braucht der Verein weitere 837 Euro. TV-Leserinnen und -Leser können unter der Nummer 78449 spenden.

Straßenhändlerinnen in La Paz (Bolivien) . Der Verein Panuves unterstützt in der Stadt in den Anden das Kinderheim Carlos de Villegas. Foto: Panuves e.V./privat

Kurz davor, voll finanziert zu sein, steht das „Meine Hilfe zählt“-Projekt des Deutschen Kinderschutzbunds Orts- und Kreisverband Trier, „Frei(z)heit auf dem Reiterhof“. Auf der Internetseite der Spendenaktion unter www.meine-hilfe-zaehlt.de schreibt Elke Boné-Leis: „Kinder und Jugendliche stehen in dieser Zeit vor großen Herausforderungen.“ Viele Veranstaltungen im Kinderschutzbund seien dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Angebote mit Tieren wie die Reittherapie seien „eine optimale Möglichkeit, Freiheit in Mutter Natur und ein Stück Normalität zu erleben.“ Exakt 20 Euro werden noch benötigt, damit für alle Kinder Lunchpakete gepackt werden können. Das Projekt läuft unter der Nummer 81604.

Noch 720 Euro fehlen dem 21. Projekt des Vereins Panuves Wittlich. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2004 fließt Geld aus der hiesigen Region nach Bolivien – genauer gesagt ins Kinderheim Carlos de Villegas in La Paz. In der Stadt in den Anden kümmert sich Schwester Rosario gemeinsam mit ihren Mitschwestern um das Wohl der verwaisten und in einer Notsituation abgegebenen Kinder. Zurzeit ist es aufgrund der Corona-Krise besonders schwer, die Babys, Klein- und Schulkinder satt zu bekommen. Denn die Preise für Lebensmittel seien stark gestiegen, hatte die Nonne in einer E-Mail an die erste Vorsitzende von Panuves Wittlich, Susanne Teusch, geschrieben. Sie tauscht sich regelmäßig mit Schwester Rosario aus. Das Projekt von Teuschs Verein war in der vergangenen Woche bester Spendensammler mit 1270 Euro. TV-Leserinnen und -Leser können Schwester Rosario und die Kinder weiter unter der Projektnummer 77842 unterstützen. Jeder Cent zählt.