Meine Hilfe zählt: Mit dem Bau eines Kinderkrankenhauses in Moshi ist es nicht getan.

Meine Hilfe zählt : Damit Mütter und Kinder überleben

Meine Hilfe zählt: Mit dem Bau eines Kinderkrankenhauses in Moshi (Tansania) ist es nicht getan. Um  Stationen auszustatten, gründeten Ehrenamtliche einen weiteren Verein. Ein Start mit Hindernis.

Gegensätzlicher können Fotos und Berichte aus Moshi nicht sein: Bilder zeigen eine wunderschöne Landschaft der Stadt und der Dörfer in Tansania, am Fuße des in den schönsten Farben schillernden Kilimandscharos. Eduard Kimmlingen aus Trierweiler hat auch andere Bilder im Kopf. Er weiß von der täglichen Verzweiflung und Trauer der Menschen dort: Mütter und Babys sterben, weil medizinisches Wissen und Medikamente gegen einfach zu behandelnde Krankheiten wie Durchfall fehlen.

„Die medizinische Versorgung in den Dörfern des ländlichen Distrikts Moshi ist eine einzige Katastrophe“, sagt Kimmlingen.  In einem Einzugsgebiet, in dem 150 000 Menschen leben, sei ein Krankenhaus kaum erreichbar.

Verein Kinderhilfe Moshi/Tansania. Foto: TV/Verein Kinderhilfe Moshi/Tansania

Kimmlingen vertritt den Verein Kinderhilfe Moshi/Tansania in der Region Trier. Über die Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds „Meine Hilfe zählt“ sammelt der Verein, der  mit einer Schwesternstiftung (Kirua Children Care Foundation) in Tansania zusammenarbeitet, Spenden für den Bau eines Kinderkrankenhauses. Fast 40 000 Euro haben TV-Leser im Laufe der vergangenen drei Jahren für dieses Herzensprojekt gespendet.

MHZ Spendenstand 2801. Foto: TV/Schmitz, Alexandra

Im Herbst 2019 wurden die beiden ersten Etagen sowie der Betrieb eröffnet  – damit Mütter Geburten überleben und buchstäblich unfassbare Zahlen wie folgende  endlich der Vergangenheit angehören: Jedes vierte Kind wird im Distrikt  Moshi keine fünf Jahre alt.

Der neu gegründete Verein Kirua-Kinderhospital-Hilfe sammelt Spenden für die personelle und materielle Ausstattung des Kinderkrankenhauses in Moshi. Foto: TV/Verein Kinderhilfe Moshi/Tansania

Spenden für Krankenhausausstattung Kimmlingen war zur Eröffnung des Krankenhauses in Tansania und hat mit Menschen, die das Projekt ebenfalls voranbringen möchten, einen weiteren gemeinnützigen Verein gegründet – die Kirua-Kinderhospital-Hilfe.

„Denn mit dem Bau eines Krankenhauses ist es nicht getan“, sagt er. „Personal muss aus- und weitergebildet und vor Ort untergebracht werden. Die Stationen brauchen Betten, Röntgengeräte, Verbandsmaterial, um nur einiges zu nennen“.

Im November vergangenen Jahres trauten die Mitglieder des noch jungen Vereins ihren Augen nicht: Ein mit den benötigten Geräten und Krankenhausutensilien bepackter 20-Fuß-Container stand fix und fertig zum Abtransport nach Tansania bereit, als ein LKW ihn rammte. „Er war durch den Zusammenstoß für den Tranport unbrauchbar“, sagt Kimmlingen. Die kompletten Hilfsgüter mussten in einen neuen Container umgeladen werden. „An manchen Tagen lohnt es sich nicht aufzustehen“, schreibt Kimmlingen im Blog auf der Internetseite des Vereins. Aber es muss weitergehen – für die Mütter und die Kinder.

Die „Hilfe mit Hürde“ ist dank des Engagements der Vereinsmitglieder dann doch bei den Bedürftigen angekommen: Kurz vor Weihnachten war ein neuer Container befüllt und ging auf eine lange Reise nach Tansania.

Erst einmal benötigt die Kirua-Kinderhospital-Hilfe für das gleichnamige Meine-Hilfe-zählt-Projekt knapp 10 000 Euro. Die erforderliche Spendensumme ist schon zu 94 Prozent zusammengekommen.

Unter den Spendern ist laut eines Eintrags unter „Aktuelle Stimmen“ beispielsweise ein Handarbeitskreis aus dem Hochwald. Es fehlen noch 540 Euro. Das Projekt hat die Nummer 73217.

Spenden für Krankenhausbau

Und der Bau des Krankenhauses ist noch nicht abgeschlossen. In einer weiteren Spendenrunde sind schon knapp ein Viertel der exakt 9999 Euro eingegangen. Es fehlen noch 7649 Euro für die weitere  Meine-Hilfe-zählt-Finanspritze aus Trier (Projektnummer 50951). Eduard Kimmling schreibt auf der Internetseite der Volksfreund-Spendenaktion:  „Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihre Spende. Jeder Euro zählt und viele kleine Spenden ergeben auch ein großartiges Ergebnis.“