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„Meine Hilfe zählt“ - Not kennt keine Sommerpause

Spendenaktion : Not kennt keine Sommerpause

„Meine Hilfe zählt“: Einige Projekte stehen kurz davor, voll finanziert zu sein, andere brauchen dringend weitere Spenden.

Dieser Urlaub hat das Leben von Susanne Teusch aus Wittlich verändert: Auf den Spuren der Wurzeln ihrer indianischen Kinder reisend, kam sie auch nach La Paz. In der bolivianischen Stadt in den Anden lernte sie das Kinderheim Carlos de Villegas kennen. Seitdem sind 17 Jahre vergangen, und TV-Leserinnen und -Leser haben schon viele Tausend Euro gespendet, um die Heimleiterin Schwester Rosario bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Ein Jahr nach der Reise hatte Teusch gemeinsam mit Menschen, die ebenso fasziniert waren vom täglichen Tun der Nonne, den Verein Panuves Wittlich gegründet. Sie rief bereits 21-mal ein „Meine Hilfe zählt“-Projekt ins Leben, immer mit dem gleichen Zweck: Die Waisenkinder sollen satt werden, ein schönes Zuhause haben und lernen können. Die Corona-Krise beutelt die Menschen in Bolivien noch stärker, und Schwester Rosario braucht mehr denn je die Hilfe aus unserer Region. Die Nonne hält ständig Kontakt zum Wittlicher Verein. Kürzlich schrieb sie in einer E-Mail, die Anzahl der Infektionen im Land habe explosionsartig zugenommen, im Heim seien alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden. Lebensmittel seien teurer als vor der Pandemie. Heißt: Es ist noch schwerer, alle Kinder satt zu bekommen. Wer für das Projekt „Hilfe für ein Kinderheim in Bolivien“ spenden möchte, gibt bitte die Nummer 77842 an.

Gewaltig hat sich die Pandemie auf Vereine in der Region Trier ausgewirkt. Auch auf die Erlebniswerkstatt Saar e.V.  Andreas Puschnig, pädagogischer Leiter der Erlebniswerkstatt, hat über „Meine Hilfe zählt“ um Überlebenshilfe gebeten. Sein Team begleitet an drei Standorten sowie mobil Gruppen bei ganz unterschiedlichen Aktionen: vom Floßbau über Kanufahren bis hin zu Teamtagen. Es geht immer um Persönlichkeitsentwicklung, um soziales Lernen. Die Corona-Krise hatte erst einmal alle Angebote lahmgelegt. TV-Leserinnen und -Leser hatten die sogenannten Fixkosten bis August dank Spenden finanziert. Auch Geld für Materialien, damit das Outdoor-Camp renoviert werden kann, ist schon zusammengekommen. Aber noch nicht genug – es fehlen noch 2250 Euro. Das Projekt hat die Nummer 79844.

Das Heim Carlos de Villegas in La Paz (Bolivien) bietet 100 Kindern Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, medizinische Fürsorge sowie eine Schul- und Berufsausbildung. Foto: Trierischer Volksfreund/Susanne Teusch

Ebenso kalt erwischt hat die Pandemie das Jugendzentrum Mergener Hof in der Rindertanzstraße in Trier. Einnahmen aus Veranstaltungen waren komplett weggebrochen, der Verein rutschte mehr und mehr in eine finanzielle Schieflage. Kai Wichmann, Leiter des Jugendzentrums hofft auf die TV-Leserinnen und -Leser. Er hat das „Meine Hilfe zählt“-Projekt „Der Mergener Hof muss die Corona Krise überstehen“ auf unserer großen Spendenplattform eingestellt. Aktuell werden dort insgesamt 121 Projekte unterstützt – und es werden wöchentlich mehr. Die gute Nachricht für das Jugendzentrum der „Miez“, wie die Trierer sagen, ist, dass mehr als die Hälfte der benötigten rund 15 000 Euro schon zusammengekommen ist. Es fehlen noch 6715 Euro, bis der Verein das Finanzloch stopfen kann. Spenden können unter der Projektnummer 80109 eingezahlt werden.

Eine Institution, die nicht mehr aus der Stadt wegzudenken ist, ist die Villa Kunterbunt. Seit 20 Jahren hilft sie schwerkranken Kindern und deren Familien in der Großregion, ist bundesweit einzigartig. Im Juli vergangenen Jahres war der Keller überflutet worden. Die liebevoll eingerichtete Werkstatt der Ergotherapeuten fiel dem eindringenden Regenwasser zum Opfer. Teilweise hat die Versicherung den Schaden ausgeglichen, aber bis heute fehlen Materialien, Werkzeuge und Maschinen. Dabei ist die Ergotherapie sehr wichtig für die kleinen Patienten. Beispielsweise hilft sie Jungen und Mädchen, die an Krebs erkrankt sind, dabei, Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Taubheitsgefühle zu lindern. „Aber auch all unsere anderen Kinder mit schweren chronischen Erkrankungen wie Dia­betes, Epilepsie oder körper­lichen Beeinträchtigungen profitieren von dieser Therapie enorm“, schreibt Christoph Block, Leiter der Villa Kunterbunt auf der Internetseite von „Meine Hilfe zählt“ (www.meine-hilfe-zaehlt.de). Dem Projekt unter der Nummer 81938 fehlen noch 94 Euro. Kommende Woche stellt der Trierische Volksfreund ein weiteres Spendenprojekt der Villa Kunterbunt ausführlich vor – die Elternwohnung in Corona-Zeiten.