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Meine Hilfe zählt: Sauberes Wasser, Medizin und Bildung

Spenden : Aktiv am Leben teilnehmen

„Meine Hilfe zählt“-Projekte räumen Barrieren für Rollstuhlfahrer und benachteiligte Kinder aus dem Weg.

Vom Rollstuhl möchten sich Menschen nicht davon abhalten lassen, aktiv am Leben teilzunehmen. „Meine Hilfe zählt“ unterstützt beim Abbau von Barrieren, die dem im Weg stehen. Zwei Beispiele sind die Eurocup-Teilnahme der Trierer Rollstuhlbasketballer „Doneck Dolphins“ und eine Schaukel für Rollstuhlkinder, die im Westjordanland gebaut wird.

Der Verein Lifegate Rehabilitation arbeitet seit 1991 im Palästinensergebiet mit behinderten Kindern und jungen Menschen. Deren Stimmen finden in der von Hass, Gewalt und Armut bedrohten Region zumeist wenig Gehör. Aber auch Kinder im Rollstuhl wollen sich einfach mal nur draußen austoben. Orte mit geeigneten Spielgeräten sind allerdings Mangelware. Deshalb möchte Lifegate beim eigenen Spielplatz eine Schaukel aufstellen, die mit dem Rollstuhl befahren werden kann. Damit blieben die Kinder nicht wieder „am Rand stehen“ und dürften „wie alle anderen mitten drin und dabei sein“.

Das Aufstellen der Rollstuhl-Schaukel kostet vor Ort umgerechnet rund 2000 Euro. Durch „Meine Hilfe zählt“ sind bislang 300 Euro gesichert. Sie wurden laut Lifegate für die erforderliche Bodenvorbereitung und Stabilisierung verwendet. Mit dem Bau der Schaukel könnte nun bald begonnen werden. Wer die Finanzierung des Projekts sichern möchte, kann unter der Projektnummer 54747 weiterhin spenden.

Was sie auf dem Kasten haben, stellen die Rollstuhlbasketballer des Vereins RSC-Rollis Trier ständig unter Beweis. Ununterbrochen seit 1994 spielt die erste Mannschaft in der Bundesliga. Erst im beim dritten Spiel im Halbfinale der Play-Offs (Duell der besten Vier) mussten sie sich in der laufenden Saison geschlagen geben. Jetzt hat man den Europacup im Blick. Nach den spielerischen sind nun auch die materiellen Voraussetzungen dafür weitegehend geschaffen: 12 310 Euro wurden bereits gespendet, um Bustransfer, Übernachtung und Turniergebühren zu bezahlen. Neben den TV-Leserinnen und –lesern beteiligte sich auch der Behindertensportverband Rheinland-Pfalz mit einer Großspende von 5000 Euro.

„Die erste Anmeldegebühr sollte ab Juni abbuchbar sein, um die Teilnahme am Qualifikationsturnier zu sichern“, vermeldet der Verein. Auch die eventuell notwendige Anzahlung für einen behindertengerechten Bus, sollte dadurch finanzierbar sein. Lediglich für den zweiten Termin – das eigentliche Finale – fehlt noch ein Restbetrag für die Transportkosten. Hier steht der Austragungsort noch nicht fest, er wird erst später durch Auslosung bestimmt. Benötigt wird für die Fahrt aber auf jeden Fall ein behindertengerechter Bus, der neun Spielern und ihren Sportrollstühlen Platz bietet. Wer den „Dolphins“ dazu Schützenhilfe leisten möchte, kann über die Projektnummer 60380 spenden.

Niemanden ausschließen – das ist beim Verein „Kinderlachen Eifel“ Leitmotiv. Deswegen bietet man auch in diesem Sommer geförderte Ferienfreizeiten, bei denen auch Kinder aus finanziell schwächer gestellten Familien mitreisen können. Als Rückendeckung hat der Verein über 2100 Euro durch „Meine Hilfe zählt erhalten“.  „Und wieder einmal ist es geschafft und dank Ihrer und Eurer Spenden können wieder einige Kinder mit Kinderlachen-Eifel  ein paar wundervolle Urlaubstage in einer Ferienfreizeit verbringen“, bedanken sich die Organisatoren. Mit dem Geld werden unter anderem Plätze für Kinder im Ferienlager in Ernzen und bei einer Freizeit in Innsbruck finanziert. Zusätzliche Plätze können weiterhin gefördert werden über die Projektnummer 59083.

Hilfe für angehende Helfer wird in Konz benötigt. Bei der „Johanniter Jugend  Regionalverband Trier-Mosel“ hat sich eine aktive Nachwuchsgruppe zusammengefunden. Rund ein Dutzend Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 13 Jahren treffen sich jeden Montag in der  evangelischen Kirche in Konz-Karthaus und beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit dem Thema Notfallhilfe. Schon jetzt sind sie beim Schulsanitätsdienst und im Alltag als Ersthelfer im Einsatz. Bei der Johanniter Unfallhilfe hofft man, dass einige ihr erlerntes Wissen später einmal beim Rettungsdienst einbringen werden.

 Solch eine Schaukel für Rollstuhlfahrer möchte der Verein  Lifegate Rehabilitation auf seinem Spielplatz im Westjordanland aufstellen.
Solch eine Schaukel für Rollstuhlfahrer möchte der Verein  Lifegate Rehabilitation auf seinem Spielplatz im Westjordanland aufstellen. Foto: Martin Recktenwald
 Meine Hilfe zählt Studenten
Meine Hilfe zählt Studenten Foto: Privat

Da Übung bekanntlich den Meister macht, möchte die Jugendgruppe auch an simulierten Einsätzen befreundeter Johanniter-Verbände teilnehmen. An neuen Orten wie einem Baggersee lassen sich neue Rettungsszenarien trainieren. Eine Übernachtungsmöglichkeit durch eigene Feldbetten wäre dafür eine gleichzeitig sinnvolle wie freude­spendende Anschaffung. Auch eine einheitliche Kleidung mit aufgedrucktem Logo und eine gemeinsame Sommerfreizeit könnten das Wir-Gefühl stärken. Für diese Ideen hoffen die jungen Retterinnen und Retter auf Unterstützung: Bei „Meine Hilfe zählt“ läuft das Projekt unter der Nummer 58203.