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„Meine Hilfe zählt“ - Spenden für zwei besondere Tierschutzaktionen

Spendenaktion : So kämpft eine Wittlicherin für Hunde in Chile

„Meine Hilfe zählt“: Für zwei besondere Tierschutzaktionen bittet der Eifeler Verein FinnDomingo – Projekte für ver­antwortungs­volle Tierhaltung um Spenden.

Weltweit ist das Wohl des Menschen vielfältig verknüpft mit dem Wohl der Tiere. Wer Tieren hilft, hilft auch den Menschen. Diese Sätze zum Nachdenken stehen auf der Internetseite des Wittlicher Vereins FinnDomingo – Projekte für verantwortungsvolle Tierhaltung. Finn ist der neue, Domingo der alte Name eines Hundes, den es wirklich gibt. Er wurde aus Latein­amerika nach Deutschland gebracht und schmückt nun das Vereinslogo. „Der Name steht für die Zusammenarbeit von Deutschen und Chilenen bei Entwicklungsprojekten im Tierschutz“, sagt Ellen Stähr. Die Wittlicherin ist Tierärztin, hat jahrelang in Chile gelebt und netzwerkt mit anderen Vereinen, um Tierschutz in dem südamerikanischen Land zu etablieren.

Wenn sie erzählt, wird deutlich, warum sie sich auch von Deutschland aus engagiert: „In Chile gibt es nur wenige Tierheime, und diese sind komplett auf private Spenden angewiesen“, sagt Stähr. Ein weiteres Problem zeige sich beispielhaft in einer armen, ehemaligen Berg­arbeiter­stadt. Dort streiften unzählige Hunde umher, auf den Straßen, an den Stränden und in den Wäldern. Biss­verletzungen seien häufig, besonders bei Kindern, weil es an Wissen mangele, wie man richtig mit den Hunden umgehe. Eine große Gefahr sieht Stähr darin, dass Krankheiten vom Hund auf den Menschen und andere Tiere übertragen werden. Fachleute sprechen dann von Zoo­nosen. Auch Tollwut sei in Chile seit 2013 wieder ein Thema.

Mithilfe unserer Leserinnen und Leser hofft der Verein FinnDomingo dazu beizutragen, das Hundeproblem mit all seinen Auswirkungen in den Griff zu bekommen. Zwei „Meine Hilfe zählt“-Projekte hat der Tierschutzverein auf unserem Hilfe­portal eingestellt: Projekt Nummer eins läuft unter dem Namen „Überlebenswichtig: Chiles Tiere brauchen das ‚Refugio Patitas Sin Hogar’“. Worum geht es? Das Refugio Patitas Sin Hogar in der Stadt Concepción ist eines der wenigen Tierheime in Chile und das einzige, das fast ausschließlich schwer kranke und verletzte Tiere aufnimmt. Seit sechs Jahren pflegen die Betreiberinnen Tiere gesund und prangern Missstände an. Stähr sagt: „Das Tierheim ist komplett auf private Spenden angewiesen, es gibt keinerlei öffentliche Mittel.“ Obwohl das Problem der streunenden Hunde mehr und mehr außer Kontrolle gerate, greife der Staat nicht ein. Damit das Tierheim überleben kann, bittet Stähr um Spenden unter der Nummer 72597. Es fehlen noch 365 Euro.

Projekt Nummer zwei heißt „Kinder schützen Hunde, Hunde schützen Kinder“. Seit die Minen Ende der 1990er Jahre schlossen, sind die Menschen in der chilenischen Bergarbeiterstadt Lota arm, unzählige Hunde streunen umher und gefährden Mensch und Tier. Um das Problem in Lota in den Griff zu bekommen, setzt der Wittlicher Verein in Kindertagesstätten an: Das Präventionsprogramm heißt „Patas y Manos“. Eine deutsche Lehrerin, die seit Jahren in Chile lebt, leitet es. In wöchentlichen Kursen sollen Kinder unter fachkundiger Anleitung den richtigen Umgang mit Hunden lernen. Ziel ist, die hohe Zahl an Hundebissen und ansteckenden Krankheiten deutlich zu verringern, auch Eltern zu schulen und Erzieherinnen in die Lage zu versetzen, die Kurse selbstständig auszuführen. Doch hinter „Patas y Manos“ steckt noch mehr. Stähr zufolge soll mit allen Projekten bewusst gemacht werden, welche negativen Auswirkungen das Aussetzen und Misshandeln von Tieren auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt hat. Das Projekt hat die Nummer 87398. Es fehlen noch 9020 Euro.

„Meine Hilfe zählt“ - Spenden für zwei besondere Tierschutzaktionen

Aktuell unterstützt „Meine Hilfe zählt“ 130 Projekte regionaler Vereine. Immer mittwochs stellen wir Projekte vor oder berichten, wie sich die einzelnen Spendenaktionen entwickeln – und was aus Ihrer Hilfe geworden ist.