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Meine Hilfe zählt: TV-Leser engagieren sich weltweit für Projekte

Spendenaktion : Meine Hilfe zählt - TV-Leser engagieren sich weltweit

Meine Hilfe zählt: Kleine und große Beträge gingen in den vergangenen Tagen für Projekte der TV-Spendenplattform ein. Jeder Euro hilft.

Auch vor Afrika macht das Corona­virus nicht Halt. Das sagt Eduard Kimmlingen aus Trierweiler. Er unterstützt seit vielen Jahren Menschen in Tansania, genauer gesagt in der Region Kirua. Der große Plan, ein Kinderkrankenhaus zu bauen, wo Kinder noch an Krankheiten wie Durchfall sterben und Mütter Geburten nicht überleben, wurde zu weiten Teilen realisiert. 2019 gingen zwei der vier Klinik­etagen in Betrieb. Doch die Pandemie wirbelt Pläne durcheinander. Kimmlingen, Vorsitzender des Vereins „Kirua Kinderhospital Hilfe“ hatte nun um Spenden gebeten, damit ein Corona-­Zentrum in der Nähe der neuen Klinik errichtet werden kann (der TV berichtete). Denn der erste Infektionsfall sei bereits Mitte März gemeldet worden, sagt er. Sauerstoffkonzentratoren sollen angeschafft werden, um Corona-Patienten beim Atmen zu unterstützen, und Schutzkleidung sowie Atemmasken werden dringend gebraucht. Kimmlingen erklärt weiter: „Ein Lagerraum soll schnell und kostengünstig umfunktioniert werden.“ Damit infizierte Patienten dort isoliert vom allgemeinen Klinikbetrieb untergebracht werden könnten. In Trier ausrangierte Krankenbetten seien bereits vor Ort.

Das Projekt bewegt viele Volksfreund-Leser. Großzügig haben sie für dieses „Meine Hilfe zählt“-Projekt gespendet. Dem Gesamtprojekt mit drei Teilen – Unterkunft für Personal, Anschaffung medizinischer Geräte und Aufbau des Corona-Zentrums – fehlen noch 17 693 Euro. Rund ein Drittel des Gesamtbedarfs von fast 30 000 Euro ist für das Corona-Zentrum bestimmt. Das Projekt der Kirua Kinderhospital Hilfe hat die Nummer 73217.

Spenden für gemeinnützigen Verein

Die Corona-Krise bestimmt auch die Situation des gemeinnützigen Vereins Reha- und Gesundheitssport Feyen. Denn aktuell finden dort keine Reha-Angebote statt. Die Folge: Regelmäßige Einnahmen brechen weg, doch Miet- und Personalkosten laufen weiter. Der erste Vorsitzende, Markus Eichhorn, schreibt auf der Internetseite von „Meine Hilfe zählt“: „Um auch zukünftig einen reibungslosen Reha­sport anzubieten, sind wir daher auf deine Hilfe angewiesen, um unser Angebot nach der Corona-Krise aufrechtzuerhalten.“ Zwei Drittel der anvisierten Spendensumme sind schon eingegangen. Es fehlen noch 789 Euro. Spenden für das Projekt des Feyener Vereins können unter der Nummer 77989 eingezahlt werden.

Hilfe für Menschen in Afrika

Aktuell ist häufig von Resilienz die Rede – von der Fähigkeit, Krisen zu bewältigen. Lehrmeister können die Menschen aus Yokungeteka im Kongo (Afrika) sein. Ein ganzes Jahrzehnt lang wütete ein Krieg in ihrem Dorf. Europäische Händler, die die Landwirtschaftsprodukte vermarktet hatten, reisten schnell in ihre Heimat ab. Die einheimische Bevölkerung konnte nicht weglaufen. Sie flüchteten in den undurchdringlichen Urwald. So beschreibt der Verein Konga – Freundeskreis Tshu­apa die Lage in Yokungeteka im „Meine Hilfe zählt“-Blog (www.meine-hilfe-zaehlt.de) des Projekts. Als der Krieg vorüber war, kehrten die Menschen zurück und fingen an, ihr vollkommen zerstörtes Dorf wieder aufzubauen. Unter anderem setzen sie auf die Herstellung von Seife. Der gemeinnützige Verein hatte TV-Leser um finanzielle Unterstützung gebeten. Bereits 90 Prozent der erforderlichen Spendensumme sind zusammengekommen – es fehlen noch 375 Euro. Das „Meine Hilfe zählt“-Projekt zum Wiederaufbau von Yokungeteka hat die Nummer 72313.

Hilfe für Tiere in Not

Im Dorf Yokungeteka im afrikanischen Regenwald stellen die Menschen für ihren Lebens­unterhalt Seife her. Foto: TV/Verein konga –   Freundeskreis Tshuapa

Auch zahlreiche Tierschützer bitten auf der Volksfreund-Spendenplattform um Finanzspritzen. Etwa der in Wittlich ansässige Förder­verein Eifeltierheim. Das ganze Jahr über sind die Mitglieder im Dauereinsatz für „hilfsbedürftige Pfoten“. Welpenflut, sogenanntes Animal­ hording (das Sammeln von Haustieren) und traumatisierte Tiere sind nur einige der Notfälle, die Vorstandsmitglied Birgitta Jax nennt. Das Projekt „MIAU! – Tierschutznotfä(e)lle brauchen Ihre Hilfe“ hat die Nummer 58282. Aktuell fehlen dem Verein noch 1928 Euro – damit kein Tier leiden muss.