Meine Hilfe zählt: Verein Tierteller Eifel bittet um Spenden, damit Tierbesitzer ihre Lieblinge satt bekommen und nicht weggeben müssen.

Meine Hilfe zählt : Damit Bello und Mieze nicht hungern müssen

Meine Hilfe zählt: Verein Tierteller Eifel bittet um Spenden, dank derer Tierbesitzer ihre Lieblinge satt bekommen und nicht weggeben müssen.

  Es hat sich bis Gerolstein und Mechernich herumgesprochen: Wer nicht genügend Geld hat, um Mieze oder Bello satt zu bekommen, kann zum  Tierteller Eifel gehen. Im Februar 2018 hatte der gleichnamige Verein, der nach dem Prinzip der Tafeln, allerdings für Tierhalter, arbeitet, erstmals Futter in der Bahnhofstraße 28 in Jünkerath ausgegeben. Drei Kunden, die Futter für fünf Tiere benötigten, waren gekommen. Wenige Monate später kamen rund zwölf Mal so viele. Bei der letzten Ausgabe im vergangenen Juni zählte Hans-Dieter Budick, Initiator und Vereinsvorsitzender des Tiertellers Eifel, 78 Kunden, Futter für 158 Tiere wurde verteilt.

„Es kommen immer mehr Leute“, sagt er.  Dass es so viele werden würden, habe er anfangs nicht gedacht.Gemeinsam mit seiner Frau Luise hatte Budick damals die Idee, bedürftigen Menschen zu helfen, damit sie ihre Haustiere  auch in finanzieller Not artgerecht versorgen und behalten können. Ein Tier sei oft der letzte soziale Kontakt, sagt er. Und gerade für ältere Menschen der einzige Grund, vor die Tür zu gehen. Hund oder Katze seien häufig bester Freund und vermittelten das Gefühl, gebraucht zu werden.

Die Kunden kommen längst nicht mehr nur aus der Nähe von Jünkerath,  sondern auch aus dem Kreis Euskirchen, aus Gerolstein oder Daun. Wenn Herrchen oder Frauchen nicht zur Futterausgabestelle kommen können, liefert der Tierteller.

Wer Tierfutter erhalten will, muss eine Voraussetzung erfüllen: Die Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden. Beispielsweise muss die Bescheinigung des Arbeitsamtes oder ein  Rentenbescheid vorgelegt werden. Wer einen  Hund hat, muss ihn samt des dazugehörigen Steuerbescheids zur Anmeldung mitbringen. Wer eine Katze besitzt, eine Bescheinigung etwa des Tierarztes. Auch Hausbesuche bietet der Verein an. Maximal drei Tiere pro Haushalt erhalten Futter, zwei Euro müssen die Tierbesitzer pro Liebling und Monat zahlen. Denn der Verein arbeitet ausschließlich ehrenamtlich und finanziert sich durch Spenden: durch Sach-, Futter- und Geldspenden. Unternehmen, Geschäfts- und Privatleute und „Meine Hilfe zählt“ unterstützen den Tierteller Eifel.

Auf der Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds bittet der Verein um Spenden für das Projekt mit dem Namen „Futter für Haustiere, Unterstützung für Besitzer/in“.

„Auch wenn wir Futterspenden erhalten, so müssen wir hin und wieder dazukaufen“, schreibt Budick auf der Internetseite von Meine Hilfe zählt (www.meine-hilfe-zaehlt.de).  Rund eine Tonne an Futter verteilt der Verein laut Budick monatlich. Zwei Mal monatlich ist die Ausgabestelle geöffnet, jeden zweiten und vierten Freitag im Monat von 13 bis 16 Uhr. Spenden werden jeden zweiten und vierten Donnerstag von 14 bis 16 Uhr angenommen.

Sommerfest am Sonntag in Birgel Am kommenden Sonntag, 7. Juli,  feiert der Verein ein Sommerfest auf dem Sportplatz in Birgel. Vorführung einer Hunderettungsstaffel, Tiersegnung und Tierfotografie, Kinderschminken, Tombola, Kuchen und Gegrilltes, und einige weitere Aktionen stehen auf dem Programm.  Der Erlös komme zu hundert Prozent dem Tierteller zugute, sagt Budick.

Der Vereinsvorsitzende hat schon viele Tränen gesehen. Tränen der Freude, wenn Tierhalter das benötigte Futter in Händen hielten und sich nicht von ihrem Liebling trennen mussten. Einige Kunden hätten erzählt, dass sie den Gang zur Futterausgabe wochenlang  hinausgezögert hätten, aus Scham. „Niemand muss sich schämen, wenn er in eine Notlage gerät“, sagt er.

TV-Leserinnen und -Leser können unter der Projektnummer  63017 mithelfen, dass  Tierbesitzer, die in Geldnot sind, ihre Katzen, Hunde, Vögel und Kaninchen satt bekommen und sie nicht abgeben müssen.  48 Prozent dieses Meine-Hilfe-zählt-Projektes sind bereits   finanziert, es fehlen noch 1640 Euro.

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