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„Meine Hilfe zählt“ - Vereine unterstützen, die für andere da sind

Spendenaktion : Mutmacher-Geschichten aus Afrika und mehr

„Meine Hilfe zählt“: Trotz vieler Widrigkeiten kommen zahlreiche Projekte voran. Jeder Euro hilft den Vereinen, die für andere da sind.

Eine gute Nachricht für die Menschen aus einem Dorf im afrikanischen Mali: TV-Leserinnen und -Leser haben das „Meine Hilfe zählt“-Projekt „Wasser ist Leben“ – Trinkwasser für das malische Dorf Sansandy/Kobiri“ über die Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds mit mehr als 2000 Euro unterstützt. Damit ist gut ein Viertel der Spendensumme zusammengekommen, die gebraucht wird, um einen Brunnen zu bauen. In Sansandy leben aktuell 1025 Männer, Frauen und Kinder, und es gibt nur einen alten Brunnen mit unsauberem Wasser. Täglich, auch im Jahr 2020, müssen die Menschen zig Kilometer mit Kübeln und Eselskarren zurücklegen, um an Trinkwasser zu kommen. Dabei ist die Lösung einfach: Ein Trinkwasserbrunnen wird gebohrt. Das kostet rund 9900 Euro. Die Menschen in Sansandy übernehmen 15 Prozent davon, so dass eine Spendensumme von 8410 Euro benötigt wird. Der Verein Mali-Hilfe mit seinem Vorsitzenden Peter Brucker aus Longkamp hat das Projekt unter der Nummer 81042 ins Leben gerufen und bittet weiter um Spenden.

Kranken Kindern und ihren Familien helfen Rund 4000 Euro sind bisher für das „Meine Hilfe zählt“-Projekt „Die Elternwohnung der Villa Kunterbunt in Zeiten von Corona 2020“ eingegangen. Jeder Euro hilft, damit die Wohnung in der Feldstraße in Trier weiter unterhalten werden kann. Der Verein macht es seit vielen Jahren möglich, dass Familien dort wohnen können, die ein schwerkrankes Kind haben, das im Mutterhaus behandelt wird. So können sie dem kleinen Patienten nah sein. Kinderarzt Christoph Block leitet das Nachsorgezentrum Villa Kunterbunt. Er kennt viele Schicksale. „Manchmal bleiben Familien für eine Nacht in der Elternwohnung, manchmal bis zu einem halben Jahr“, sagt er. Und Block weiß, welche Last den Familien genommen wird, wenn sie nur über die Straße gehen müssen, um für ihr Kind da zu sein, das Krebs hat, chronisch krank ist oder Opfer eines Unfalls wurde. Dem Projekt fehlen noch rund 13 000 Euro – es hat die Nummer 81946.

Überleben im Regenwald Afrikas Mut macht eine Geschichte aus dem Regenwald in Zentralafrika. Sie zeigt, wie rund 4000 Euro einem ganzen Dorf auf die Beine helfen können. Die Menschen in Yokungeteka, dem Ort, den keine Internet­such­maschine kennt, waren von Kriegern vertrieben worden. Nach vielen Jahren sind sie in ihre verwüstete Heimat in der Provinz Tshuapa in der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt, um sie Schritt für Schritt wieder aufzubauen. Wolfgang Leinen vom Verein konga – Freundeskreis Tshuapa verantwortet das „Meine Hilfe zählt“-­Projekt „Seifen – Über Leben im Regenwald“. Im Blog auf der Internetseite unserer Spendenplattform unter www.meine-hilfe-zaehlt.de schreibt er von Masern­epidemie, Corona, Ebola in der Nachbarschaft – und davon, dass die erste Phase des Projekts trotz aller Widrigkeiten erfolgreich abgeschlossen worden sei. Konkret: Der Palmen­hain ist aufgefrischt, die Ölmühle installiert, das Depot­haus steht. Erstes Palmöl lagert in Kanistern, um weiterverarbeitet zu werden. Das alles haben die Spenden der TV-Leserinnen und -Leser möglich gemacht. Auch den Kauf von drei Fahrrädern, damit die Menschen die Waren transportieren können. Und es geht weiter: Die Seifenherstellung werde vorbereitet, schreibt Leinen. Die Freude sei den Einwohnern von Yokungeteka anzusehen, die Unterstützung aus Trier sei „eine wichtige Bestärkung in dem schwierigen Lebensumfeld“. Leinen sagt: „Herzlichen Dank!“ Dem Projekt unter der Nummer 72313 fehlen noch 265 Euro.

Im Dorf Yokungeteka im afrikanischen Regenwald stellen die Einwohner für ihren Lebensunterhalt Seife her. Das Bild zeigt den Hain, in dem die Ölpalmen für den Rohstoff wachsen. Foto: TV/Verein konga –   Freundeskreis Tshuapa

Ausstieg aus Alkohol-, Drogen- oder Medi­kamenten­sucht Dankbar ist auch Kurt Harazim vom Kreuzbund Regionalverband Trier. Im Blog des Projekts „Hilfe und Betreuung von Suchtkranken“ schreibt er, die aktuell eingegangenen 45 Euro würden für Strom­kosten verwendet. In den Räumen in der Schöndorfer Straße in Trier treffen sich Selbsthilfegruppen. Menschen, die alkohol-, drogen- oder medi­kamenten­süchtig sind, tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig beim Ausstieg aus der Sucht oder dabei, nicht mehr rückfällig zu werden. Auch Gruppen für Angehörige von Suchtkranken gibt es. Der Kreuzbund bietet in Trier die entsprechende Plattform – und braucht die Hilfe der TV-Leserinnen und -Leser. Harazim betont: „Wir sind in der heutigen Zeit auf jede Spende, egal wie klein, sehr angewiesen, damit der Kreuzbund seine Aufgaben in der Suchthilfe erfüllen kann.“ Denn die Hilfe zur Selbsthilfe für Suchtkranke und deren Angehörige ist kostenlos. Insgesamt benötigt der Kreuzbund Regionalverband Trier 3400 Euro, um Miete und Nebenkosten zu bezahlen. Es fehlen noch 2210 Euro. Das Projekt hat die Nummer 24201.