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„Meine Hilfe zählt“: Volksfreund-Leser helfen Vereinen

Spendenaktion : TV-Leser helfen Vereinen in Not

„Meine Hilfe zählt“: Sie helfen anderen und sind selbst in Not geraten – Vereine brauchen jeden Euro, um die Krise zu überstehen.

Seit zehn Jahren spenden TV-Leser für „Meine Hilfe zählt“-Projekte. Fast 2,4 Millionen Euro sind bis heute zusammengekommen. Und auch in der Zeit der Pandemie ist Verlass auf die Volksfreund-Leser. Große und kleine Vereine und Organisationen haben um Hilfe gebeten und sie erhalten. Doch sie brauchen noch mehr Unterstützung:

Der Verein Panuves e.V. aus Wittlich hat in der vergangenen Woche die meisten Spenden gesammelt: 1000 Euro, damit die Kinder im Heim Carlos de Villegas satt werden und lernen können. Susanne Teusch aus der Säubrennerstadt ist Mitgründerin des Vereins und unterstützt seit vielen Jahren Schwester Rosario im bolivianischen La Paz, einer Stadt in den Anden. Sie kennt die Nonne vom katholischen Orden Schwestern der Liebe Gottes persönlich und hat vor Ort gesehen, was im Heim Tag für Tag geleistet wird: Die Schwestern sorgen dafür, dass 100 Heimkinder genug zu essen haben, sie trösten, begleiten beim Hausaufgabenmachen und spielen mit den Kindern. Besonders schwierig ist es, ausreichend Milch für Säuglinge zu kaufen, denn Babynahrung ist in La Paz sehr teuer. „Mit den Spenden gewährleisten wir das tägliche Leben im Kinderheim, denn das Heim erhält keine staatliche Unterstützung“, sagt Teusch. TV-Leser haben bereits 20 Projekte des Wittlicher Vereins komplett finanziert und somit geholfen, dass die elternlosen Kinder von La Paz nicht verhungern und ein Zuhause haben. Auch das 21. Projekt kommt gut voran – 3750 Euro fehlen noch. Volksfreund-Leser können unter der Nummer 77842 spenden.

Aktionen wie Teamtage im Hochseilgarten gehörten vor der Corona-Krise zum Programm der Erlebniswerkstatt Saar. Foto: TV/Erlebniswerkstatt Saar e.V.

Auch das Jugendzentrum Mergener Hof e.V. in Trier ist schwer von der Corona-Krise gebeutelt. Existenziell wichtige Einnahmen aus Veranstaltungen sind weggebrochen, das Loch in der Vereinskasse wird immer größer. Kai Wichmann leitet das Jugendzentrum der „Miez“, wie die Trierer sagen. Über das „Meine Hilfe zählt“-Projekt „Der Mergener Hof muss die Corona-Krise überstehen“ hofft er, die finanzielle Schieflage auszugleichen. Volksfreund-Leser lassen ihre Miez nicht im Stich: Fast ein Drittel der benötigten Spendensumme ist schon finanziert. Es fehlen noch rund 10 000 Euro. Das Jugendzentrum in der Rindertanzstraße war in Vor-Corona-Zeiten Anlaufstelle für rund 70 Schüler. Auch aktuell kommen ein Dutzend Kinder und Teenager ins Jugendzentrum, um Hausaufgaben zu machen, zu Mittag zu essen, um mit Freunden zu quatschen. Und die Pädagogen lassen Familien nicht allein. Sie halten Kontakt zu Eltern und Kindern, und sie haben 400 mit Spiel- und Bastelsachen bestückte Kisten gepackt und an Familien in der Stadt verteilt. Auch diese Aktion haben Spenden möglich gemacht. Wer dazu beitragen will, dass der Traditionsverein die Krise übersteht, kann unter der Nummer 80109 spenden.

Ein Verein, der weniger bekannt aber für Menschen mit Erkrankungen sehr wichtig ist, hat das Spendenziel fast erreicht. 612 Euro fehlen dem Verein Reha- und Gesundheitssport Feyen e.V. noch. Weil keine Angebote stattfinden konnten, fehlten die Einnahmen. Doch die sogenannten Fix­kosten wie Miete und Personalkosten liefen weiter. Markus Eichhorn, erster Vorsitzender, hatte über die Spendenplattform des Trierischen Volkfreunds um Unterstützung gebeten, damit der Verein die Corona-Krise überstehen kann. Das „Meine Hilfe zählt“-Projekt hat die Nummer 77989.

Um Überlebenshilfe bittet auch der Verein Erlebniswerkstatt Saar e.V. Andreas Puschnig ist der päd­agogische Leiter der Erlebnis­werkstatt, die an drei Stand­orten – Taben-Rodt, Kell am See und Dreisberg – sowie mobil Gruppen begleitet. Beim Floßbauen, Kanufahren und während Teamtagen, um nur einige der Angebote zu nennen, erfährt jeder Einzelne mehr über sich selbst und die Gruppe. Ziel ist, Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. „Es geht um soziales Lernen“, sagt Puschnig. Aufgrund der Corona-Krise liegen alle Angebote brach. TV-Leser haben dem Verein die größte Sorge bereits genommen: Es fehlen nur noch 80 Euro zur Finanzierung der Fixkosten bis August. Ehrenamtliche würden die angebotsfreie Zeit gerne nutzen, um einen Kanu-Unterstand zu bauen und das Outdoor-Camp zu renovieren. Doch es fehlt das Geld (3020 Euro), um Material zu kaufen. Wer dem Verein weiter finanziell unter die Arme greifen möchte, kann unter der Projektnummer 79844 spenden.