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Meine Hilfe zählt: Was die Beratungsstelle Papillon in Trier leistet

Meine Hilfe zählt : Papillon: Neuer Hund für Kinder krebskranker Eltern

„Meine Hilfe zählt“: In der Beratungsstelle Papillon ist Welpe Hattie angekommen, um Kindern krebskranker Eltern später einmal viel zu geben. Tiere in Chile wiederum brauchen Hilfe.

Calita Mona ist Gesundheitspädagogin und arbeitet seit eineinhalb Jahren bei Papillon. In der Beratungsstelle in der Krahnenstraße in Trier können Kinder, deren Eltern an Krebs erkrankt sind, über ihre Sorgen und Ängste sprechen und bekommen Hilfe. Mit Mona war die Idee bei Papillion eingezogen, einen Hund anzuschaffen. Bereits während ihres Studiums hatte sie sich intensiv mit tiergestützter Intervention beschäftigt. Der Fachbegriff beschreibt, was passiert, wenn Tiere etwa während einer Beratung oder Behandlung eingesetzt werden. „Beispielsweise haben Studien gezeigt, dass Stress reduziert wird“, nennt die Papillon-Mitarbeiterin einen der vielen positiven Aspekte, wenn Mensch und Tier sich begegnen.

Anfang Oktober ist das Papillon-Team gewachsen: Monas Welpe Hattie kommt täglich mit in die Beratungsstelle. „Sie kann noch nicht mitarbeiten, dazu ist sie mit ihren drei Monaten noch zu jung“, sagt die Gesundheitspädagogin. Die Labradorhündin gewöhne sich erst einmal ein. Wenn sie ausgewachsen sei, werde sie die Beratungen unterstützen. TV-Leserinnen und -Leser haben mit ihren Spenden möglich gemacht, dass Mona eine Ausbildung zur Fachkraft für tiergestützte Intervention im Schwarzwald macht. „Das ist notwendig, um verantwortungsvoll und fachlich versiert mit Menschen und Hund zusammenzuarbeiten und die Bedürfnisse beider lesen und auf sie eingehen zu können“, erläutert Mona. Hunde nähmen oft die Rolle eines engen Vertrauten ein, dem Sorgen und Ängste ohne Worte mitgeteilt werden könnten. Sie ist sich sicher, dass Hattie Eisbrecher bei Papillion sein wird und den Kindern in deren schwieriger Situation vielfach gut tun wird. Mona dankt für die Spenden.

Das „Meine Hilfe zählt“-Projekt hatte Annas Verein verantwortet. Dieser ist nach seiner Gründerin, Anna Becker, benannt. Mit nur 17 Jahren hatte sie den Kampf gegen Krebs verloren. Ihre Eltern und Menschen, die den Verein unterstützen, führen Beckers Werk weiter. Sie haben auch Papillon ins Leben gerufen:

Labradorhündin Hattie soll in der Trierer Beratungsstelle Papillon einmal die Mitarbeiter unterstützen. Foto: privat

www.papillon-trier.de

Die Beratungsstelle wird ausschließlich über Spenden finanziert.

Tiere können Menschen helfen, aber manchmal sind Tiere auch auf Menschen angewiesen: „Über­lebens­wichtig: Chiles Tiere brauchen das ,Refugio Patitas Sin Hogar’“, heißt das „Meine Hilfe zählt“-Projekt von FinnDomingo, einem Verein, der verantwortungsvolle Tierprojekte unterstützt. Ellen Stähr aus Wittlich beschreibt auf der Internetseite der großen Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds

www.meine-hilfe-zaehlt.de

, warum der Verein die Tierschützer in Chile unterstützt: „Seit sechs Jahren kämpft das Tierheim in der chilenischen Stadt Concepción einen fast aussichtslosen Kampf“, berichtet sie. Es sei eine der wenigen Einrichtungen in Chile und das einzige Heim, das fast ausschließlich schwerkranke und verletzte Tiere aufnehme. Unter hohem persönlichen und finanziellen Aufwand pflegen seine Betreiberinnen laut Stähr die vierbeinigen Patienten gesund und suchen ihnen ein neues Zuhause. Sie prangerten Missstände an und ermunterten dazu, nicht länger wegzuschauen. Das Tierheim sei komplett auf Spenden angewiesen, es gebe keinerlei öffentliche Mittel. Das Problem der streunenden Hunde gerate in Chile mehr und mehr außer Kontrolle. „Das Tierheim muss überleben! Helft ihm dabei“, appelliert Stähr an die TV-Leserinnen und -Leser. Insgesamt 600 Euro sollen nach Südamerika fließen, um Futter zu kaufen. Zudem, um zwei Hunde zu kastrieren und damit ein Zaun gebaut werden kann. Ein Drittel der Spendensumme ist schon zusammengekommen, es fehlen noch 400 Euro. Das Projekt hat die ­Nummer 72597.