Spendenaktion : Vereine helfen Menschen und Tieren in Not

„Meine Hilfe zählt“: Manchem Projekt fehlt nur ein kleiner Betrag bis zum Spendenziel.

Sie lassen sich nicht unterkriegen, die Menschen in Yokungeteka, einem Dorf im afrikanischen Regenwald. Krieger hatten sie vertrieben und ihr Zuhause verwüstet. Nach einem jahrelangen Krieg waren die Vertriebenen in ihr geliebtes Dorf zurückgekehrt. Sie fingen bei null an, bauten sich Schritt für Schritt Existenzen auf. Konkret: Die Menschen setzten auf Palmenhaine und die Herstellung von Seifen, um sie auf Märkten zu verkaufen. Der Verein konga – Freundeskreis Tshuapa um Wolfgang Leinen unterstützt die Yokungetekaner im Kongo über die Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds, „Meine Hilfe zählt“. Jede Spende hilft, dass die Dorfbewohner die Palmenhaine pflegen können und das Geschäft mit den Seifen aufgebaut werden kann. Für die Seifenherstellung fehlen noch 95 Euro. Aber es ist noch ein anderes Problem hinzugekommen: Fabrice, ein junger Student der Umweltwissenschaften, unterstützt die Yokungetekaner (der TV berichtete). Fabrices Vermieter ist Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden. Auch das Hab und Gut des jungen Studenten wurde gestohlen. „Er schläft jetzt auf einer Bastmatte“, schreibt Leinen. Damit er das Nötigste wieder beschaffen kann, braucht er 300 Euro – so viel, wie in Deutschland zwei Paar Markenlaufschuhe kosten würden. Das Projekt hat die Nummer 72313.

Hilfe für traumatisierte IS-Opfer Unermüdlich setzt sich Katrin Bornmüller von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) aus Wittlich für Menschen in Notsituationen ein. Sie scheut keine Reise, um sich vor Ort ein Bild von elenden Umständen zu machen, in denen Menschen leben müssen. Aus Kurdistan hatte sie berichtet, dass Terroristen des Islamischen Staats (IS) jesidische Mädchen und Frauen verschleppt, mehrfach vergewaltigt und schwer misshandelt hatten. Nur mit einem speziellen traumapsychologischen Programm könnten die Betroffenen wieder in ein Leben mit ihren Familien zurückfinden. Das Projekt „Traumatisiert, der Familie entfremdet – Befreite Jesidinnen schützen!“ läuft unter der Nummer 76376. Unter der Rubrik „Aktuelle Stimmen“ schreibt ein Leser auf der Internetseite von „Meine Hilfe zählt“ (www.meine-hilfe-zaehlt.de) unter dem Namen Torsten M.: „Bitte helft ihnen.“

Rosemarie Müller mit dem im Januar geborenen Fohlen Melody, einer der jüngsten Bewohnerinnen des Eselzentrums in Langsur. Foto: TV/Florian Blaes

Wo Esel ein neues Zuhause finden Um Hilfe bittet auch der Verein Eselzentrum Trierer Land, damit er die Corona-Krise überstehen kann. So wie vielen Vereinen sind dem Metzdorfer Eselzentrum etliche Einnahmequellen weggebrochen, und das Finanzloch ist groß. Der Verein finanziert sich über Spenden, Patenschaften und Mitgliedsbeiträge und hauptsächlich über den Erlös aus Veranstaltungen – Eselkuscheln, Eselwanderungen und Hoffeste, um nur einige zu nennen. Außerdem arbeitet das Zentrum eng mit sozialen Einrichtungen in den Regionen Trier, Eifel, Saar, Mosel und Luxemburg zusammen. Täglich müssen mehr als 100 Tiere versorgt werden – Esel, Mulis, Ponys, Katzen, Hunde, Enten, Gänse und Hühner. Denn seit einigen Jahren finden Tiere, die nicht mehr gewollt sind, schlecht gehalten oder vom Veterinäramt beschlagnahmt werden, dort ein Zuhause. Und Menschen tanken im Eselzentrum im Zusammensein vor allem mit den Eseln auf. Fast die Hälfte der benötigten Spendensumme ist schon zusammengekommen, es fehlen noch 4198 Euro. Das Projekt „Corona­hilfe für das Esel­zentrum Trierer Land e.V.“ hat die Nummer 79421.

Variable Tische für den Gruppenraum Eine wichtige Anlaufstelle sowohl für Betroffene als auch für Angehörige ist das Demenz­zentrum Trier. Viele Veranstaltungen finden in einem Gruppenraum in der Engelstraße statt, dem Sitz des Demenzzentrums. Die Leiterin der Einrichtung ist Uschi Wihr. Sie sagt: „Je nach Art der Veranstaltung und Größe der Gruppe sind die Ansprüche an den Raum andere.“ Besonders während der Corona-Krise. Um den Raum optimal auszulasten, möchte der Verein mehrere variable Tische anschaffen. Ein solcher Tisch besteht insgesamt aus vier Teilen, an denen jeweils vier Menschen sitzen können. Die Kosten: 526 Euro. „So können die Tische ohne großen Aufwand flexibel an die jeweilige Situation angepasst werden“, sagt Wihr. Damit weiterhin viele Angebote für Betroffene und Angehörige möglich sind, bittet der Verein Demenzzentrum um Spenden unter der Projektnummer 80857.