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Meinung : Und jährlich grüßen die Murmeltiere

Sie gehören einfach dazu. Weihnachtklassiker wie „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, die Sissi-Filme ebenso wie die Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“. In diesem Film erlebt ein Reporter immer wieder denselben Murmeltiertag.

Der Haushaltsentwurf der Verbandsgemeinde Trier-Land scheint sich in Teilen ebenso in einer Zeitschleife zu befinden. Bereits 2018 fand sich die Renaturierung des Stegbachs im Haushalt der VG. Ebenso für 2019, 2020, 2021. Und nun für den Etat 2022/23. Dabei ist spätestens seit 2017 allen Beteiligten klar, dass akuter Handlungsbedarf besteht. Die Gefahr, dass ein Kind aus der nahen KiTa in den Weiher fällt und zu Schaden kommt ist so groß, dass die Versicherung der Kommune bereits vor vier Jahren dringend dazu geraten hat, die Wasserfläche einzuzäunen. Passiert ist jedoch nichts. Das entspricht ziemlich genau der Definition von grob fahrlässig. Das ist dann der Fall, wenn ein Schaden durch einfache und naheliegende Verhaltensweisen hätte verhindert werden können und diese außer Acht gelassen wurden. Da nützt es wenig, wenn man Corona oder das Juli-Hochwasser als Erklärung dafür heranzieht, dass es weiterhin einen ungehinderten Zugang zum Weiher gibt. Normalen Bürgern dürfte es schwer zu vermitteln sein, dass es so lange dauert, bis Projekte umgesetzt werden. Es ist nicht das einzige Langzeitprojekt in der VG Trier-Land. Bereits 2015 wurde beispielsweise über eine Sanierung der Grundschule in Kordel geschlossen. Und weil das Murmeltier in der VG Trier-Land gerne jährlich grüßt, arbeiten sich Verwaltung und Rat auch 2021 immer noch an diesem Thema ab. Da läuft offensichtlich etwas nicht rund.

h.jansen@volksfreund.de