Meisterin mit dem Luftgewehr

Antonia Cordier (15) aus Mehring kam, zielte und traf: Bei den Bundesmeisterschaften in Nordrhein-Westfalen holte sie den Titel.

Mehring In der Schützenbruderschaft St. Sebastianus in Mehring wird Jugendarbeit groß geschrieben, und der Erfolg kann sich sehen lassen. Die 15-jährige Antonia Cordier holte bei der Bundesmeisterschaft in Gymnich (Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen) den Titel. Mit 288 von möglichen 300 Ringen wurde sie Bundesmeisterin in der weiblichen Schülerklasse in der Disziplin Luftgewehr stehend.
Antonia ist mit ihrem Hobby bereits familiär vorgeprägt, denn auch ihre ältere Schwester Angelique und Papa Marco sind aktive Schützen im Verein. Trainiert wird unter Anleitung von Winfried Schmitt, dessen Ehefrau Monika zusammen mit Thomas Koch die jugendlichen Schützen betreut. Viel Engagement und viele Stunden Freizeit werden eingebracht, denn einmal pro Woche, vor Wettkämpfen zweimal, wird auf der vereinseigenen Schießanlage trainiert, es müssen aber auch Fahrten zu Wettkämpfen organisiert und durchgeführt werden.
Ein Ergebnis dieser hervorragenden Förderung des Nachwuchses spielt sich natürlich in den Ergebnissen der Jugendlichen wieder. Monika und Winfried Schmitt freuen sich: "Unsere Jugendmannschaft mit Angelique Cordier, Maximilian Koch und Nicole Erbes ist Vizemeister geworden. Die Schülermannschaft mit Antonia Cordier, Thorben Denzer sowie Vanessa Hoffmann hat den dritten Platz belegt."
Wie genau läuft so ein Wettkampf ab? Als erstes werden die Waffen durch einen ausgebildeten Waffensachkundigen kontrolliert, und dann hat der Schütze 50 Minuten Zeit für Probeschüsse und 30 Wertungsschüsse. Eine Gruppe von fünf Frauen hat sich jetzt die Jugend zum Vorbild genommen und eine Mannschaft gegründet. Elke Mittler, eine der Fünf, sagt: "Unseren ersten Wettkampf gegen den Gastverein aus Trier-Ehrang haben wir schon gewonnen."

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