1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Menschen, die Trier dringend braucht

Menschen, die Trier dringend braucht

Freiwillig und unersetzbar: Oberbürgermeister Klaus Jensen hat insgesamt 38 Ehrenamtler in Trier Urkunden überreicht. Sie wurden für ihre langjährige Hilfe in den Thermen am Viehmarkt empfangen und einzeln vorgestellt.

Trier. Sie sind oft unsichtbar, doch die Stadt braucht sie ganz dringend. Sie helfen jederzeit, doch sie werden nicht dafür entlohnt. Mehr als 20 000 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit in der Stadt Trier.
Oberbürgermeister Klaus Jensen zeichnete 38 fleißige Helfer mit einer Urkunde und einem Präsent in den Thermen am Viehmarkt aus. Moderator Thomas Vatheuer stellte die Ausgewählten einzeln vor.
"Ich bin stolz darauf"


Jensen war begeistert über die große Anzahl der Beteiligten: "Ich bin besonders stolz darauf, dass die Stadt Trier so viele Bürger hat, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen engagieren." Tatsächlich sind die Tätigkeiten und die Hilfe der Geehrten völlig unterschiedlich: von der Arbeit in einer Grundschulbibliothek über das Engagement in einem Ruderverein bis zu Einsätzen bei der Feuerwehr. Dabei ist auch die Motivation der Helfer oft ganz verschieden.
Helmut Deininger ist mittlerweile seit 44 Jahren ehrenamtlich tätig. Obwohl sein Gehör langsam nachlässt und er schon etwas wackliger auf den Beinen steht, hält den 85-Jährigen nichts davon ab, weiterzumachen: "Das kam immer aus einem inneren Drang heraus. Ein Leben, ohne aktiv zu sein, kann ich mir nicht vorstellen." Seit 1975 ist Deininger Mitglied in der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Dort setzt er sich in erheblichem Maße ehrenamtlich ein. So hat die Awo ihm unter anderem zu verdanken, dass sie heute wieder eine solide finanzielle Bilanz vorweisen kann. Darüber hinaus hilft Deininger in vielen weiteren Institutionen wie zum Beispiel in der Gewerkschaft und im Seniorenbeirat. Im Jahr 2004 erhielt er bereits einen Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.
Auch Julius Barion und Heidrun Schmidt sind Helfer mit Leidenschaft. Beide arbeiten seit Jahren für den Hospiz Verein Trier. Eine Arbeit, die dringend benötigt wird, aber auch oft mit Trauer verbunden ist. "Gerade bei jungen Menschen geht es mir meistens noch lange nach", sagt Schmidt. Aber sie seien zum Glück keine Einzelkämpfer und alle füreinander da.
Barion entschloss sich nach dem Tod seiner Mutter, für den Hospiz Verein zu arbeiten. Er wollte sich schon immer um Menschen kümmern, die Beistand benötigen: "Mir macht die Arbeit Spaß, und es kommt sehr viel von den Menschen zurück." Viele Ehrenamtler sehen das genauso.Extra

Die Geehrten im Überblick: Hans-Peter Hilgers, Julius Barion, Heidrun Schmidt, Nico Schmidt, Mike Jensen, Thomas Maes, Anne Kentrup, Peter Kertels, Reinhold Dauns, Markus Dreher, Adelheid Peck, Bruno Worst, Julia Koch, Mechthild Krause, Josefa Lambio, Louis-Philipp Lang, Ute Linn, Tobias Adams, Manuela Gerling, Schwester M. Edwina, Schwester M. Hildeberta, Günter Heidle, Volkhart Rosch, Klaus Schenten-Salm, Peter Gehlen, Frank Schöben, Sebastian Weismüller, Roswitha Amling-Streit, Helmut Deininger, Karl-Heinz Dier, Elisabeth Ballesteros-Barahona, Hildegard Böck, Hans-Werner Deutschen, Dennis Hochfelder-Pohl, Waltraud Nehmzow, Marcel Lorenz, Ernst-Ludwig Göpfert, Brunhilde Hammes. sjs