Messerstecher steht vor Gericht

Messerstecher steht vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt einen 29-Jährigen aus Köln der gefährlichen Körperverletzung: Er habe im Januar einen 23-Jährigen in Trier mit einem Messer schwer verletzt, als dieser ihn daran hindern wollte, die Spiegel geparkter Autos abzutreten. Der Prozess beginnt heute.

Trier. Der Angeklagte ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft der Randalierer, der in Trier Dutzende Autos beschädigt und einen Augenzeugen mit einem Messer schwer verletzt hat. Als er auf einem seiner Streifzüge von einem 23 Jahre alten Anwohner angesprochen wurde, eskalierte die Situation (der TV berichtete). Nach einem Gerangel zog der Randalierer ein Messer und verletzte den 23-Jährigen mit tiefen Stichen in Nacken und Schulter. Das Opfer musste notoperiert werden.
Der Angreifer konnte zunächst entkommen, wurde aber eine Woche später von der Polizei gefasst. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Es handelt sich um einen 29-Jährigen, der aus Köln stammt, keinen festen Wohnsitz hat und bereits eine langjährige Haftstrafe verbüßt hat. Den Angriff mit dem Messer hat er bereits gestanden.
Heute beginnt der auf zwei Verhandlungstage angesetzte Prozess vor der dritten großen Strafkammer des Trierer Landgerichts unter dem Vorsitz von Richter Armin Hardt.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten noch einen zweiten Angriff vor. Ebenfalls im Januar habe er einer Frau einen Stoß in den Rücken versetzt. Als sie sich daraufhin umdrehte, habe er ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Das Opfer stürzte, schlug mit dem Kinn am Boden auf und wurde bewusstlos. Der Angreifer habe sie hilflos am Tatort zurückgelassen.
Mit einem Urteil ist heute nicht zu rechnen. Der Prozess soll am 9. Juli fortgesetzt werden. jp

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