Milljune Leit und Aischzeit

EUREN. "Die Eurener Vereine haben sich für Sie gerüstet", versprach Werner Götz, seit 13 Jahren Vorsitzender des Kulturrings, bei der Eröffnung der Eurener Kirmes vor der St.-Helena-Kirche. Das hatten die Vereine in der Tat.

Die Eurener verstehen zu feiern, wenn sich stets am 18. August der Namenstag der Dorf-Patronin, der Heiligen Helena, jährt und rund um die St.-Helena-Straße die Festmeile entsteht. Auf Sparkurs wollte der Eurener Kulturring in diesem Jahr nicht steuern. "Unsere Kirmes steht für gute Musik und Stimmung", sagte Werner Götz.Bayern-Band sorgt zwei Tage lang für Stimmung

Nicht nur die Eurener wissen das, sondern es zieht auch immer wieder Gäste von außerhalb, sogar aus Zewen, sowie Exil-Eurener in den Trierer Stadtteil. Wenn drei Tage Kirmes und am Donnerstag traditionell die Nachkirmes gefeiert werden, gibt es in Euren kein Halten und rund um die St.-Helena-Straße "kein Durchkommen" mehr. "Es kommen immer Milljune Leit, genau kann man das gar nicht schätzen", sagte der gut gelaunte Götz. "Euren ist fast der einzige Trierer Stadtteil, der eine Kirmes in diesem Ausmaß veranstaltet." Aber die Eurener fühlen sich eben der Tradition und der Dorf-Patronin verpflichtet. Und das ließ sich die Dachorganisation der Eurener Ortsvereine auch in diesem Jahr etwas kosten. Die Bayern-Band "Aischzeit" wurde gleich für zwei Tage engagiert, um bei den Festbesuchern musikalisch für gute Laune zu sorgen. "Da ham mer eine gute Stimmung mitgebracht", fränkelten die "Aischzeit"-Jungs. Ob Rentner, Kinder, Jugendliche - alle tanzten und schunkelten vor der großen Bühne. Ihr Publikum hatten die fünf fränkischen Musiker schnell erobert, standen in ihren Lederhosen vor allem hoch in der Gunst des weiblichen Publikums. Auch an männlichen Fans mangelte es nicht, reisten einige doch sogar aus Bamberg nach Euren, um beim Konzert dabei zu sein. "Ich wollte Aischzeit unbedingt sehen", sagte Alexander Meuser (29). Dass sein in Euren lebender Bruder gerade Vater geworden war, rückte der 29-Jährige für einen Moment in den Hintergrund, als "Aischzeit"-Musiker Stefan Schmidt ihn auch noch auf seinem Alphorn blasen ließ. "Dass jemand da einen Ton rauskriegt, hat der wohl nicht gedacht", freute sich Meuser über seinen Gast-Auftritt.Vereine arbeiten am Erhalt der Kirmes

Dass die Eurener Kirmes samt Nachkirmes in jedem Jahr steigt, daran arbeiten der Kulturring und die Mitgliedsvereine seit vielen Jahren. "Wenn wir den Stand, wie er jetzt ist, halten können, wäre es schön", sagte Götz. Die Nachkirmes, Höhepunkt des bunten Treibens inmitten des historischen Dorfkerns, startet am Donnerstag, 25. August, um 16 Uhr; die Showband "Out of Time" tritt ab 19 Uhr auf.