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Miniermotte lässt in Trier Blätter von Kastanien welken

Natur : Miniermotte lässt in Trier Blätter von Kastanien welken

Die großen Kastanienbäume auf der Mittelinsel am Verteilerkreis Trier-Nord bieten derzeit ein trauriges Bild: Fast alle Blätter der mächtigen Bäume sind braun und vertrocknet. Sind das weitere Opfer der drei trockenen Sommer?

Wir haben bei der Stadt nachgefragt. Nach Aussage des Experten in der StadtGrün-Abteilung des Amtes StadtRaum Trier liegt es an der Rosskastanienminiermotte (Cameraria ohridella). Die Frasgänge der Larven verursachten die Braunfärbung der Blätter.

Viel dagegen unternehmen können die Baumpfleger nicht. „Von der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln hat die Stadtverwaltung Abstand genommen“, sagt Petra Lohse vom Presseamt der Stadt Trier. Der Befall der Kastanien sei aber kein Todesurteil für die Bäume. Lediglich die grüne Blattfläche werde vermindert.

Die Experten verweisen auf natürliche Feinde der Miniermotte, das sind Blau- und Kohlmeisen sowie andere insektenfressende Vögel. „Auch hier könnte das Aufhängen von Nistkästen auf Dauer positive Effekte haben.“ Das sei Konzept von StadtGrün in ganz Trier.

 Braune Blätter im Hochsommer: Die Miniermotte lässt auch am Verteilerkreis Trier-Nord die Blätter der Kastanien welken.
Braune Blätter im Hochsommer: Die Miniermotte lässt auch am Verteilerkreis Trier-Nord die Blätter der Kastanien welken. Foto: Rainer Neubert

Ganz ohne Schuld ist das Klima aber nicht. „Durch die Trockenheit der vergangenen Jahre werden sämtliche Bäume geschwächt, wodurch sich ein Befall mit der Kastanienminiermotte stärker auf den Baum auswirken kann“, heißt es dazu. Jedoch zeige die Erfahrung, dass es sich hier hauptsächlich um ein ästhetisches Problem handelt.