Missbrauchsprozess: Geständnis und Urteil verschoben

Missbrauchsprozess: Geständnis und Urteil verschoben

Im Hauptverfahren gegen einen Mann, der sich an mehreren Jungen in Morbach vergangen haben soll, hat nun die Frau des Angeklagten eine frühere Aussage revidiert. Das angekündigte Geständnis des Mannes wurde aus Zeitgründen verschoben.

Trier/Morbach. (alo) Im Prozess um einen 51-jährigen Pferdepfleger, der mehrere Jungen sexuell missbraucht haben soll, ist ein Vorfall wieder ans Licht gezogen worden, der bereits vor Wochen angesprochen wurde. Ein Sohn der Frau des Angeklagten soll vor einiger Zeit behauptet haben, der Angeklagte habe ihn in seiner Intimregion berührt. Ihre Tochter habe diese Behauptung auf ihrem Handy aufgezeichnet, der Mutter vorgespielt und dann gelöscht. Später erreichte die Staatsanwaltschaft ein Brief, in dem die Tochter behauptete, die ganze Geschichte sei erfunden. Die Mutter sagte damals, sie hätte mit diesem Brief nichts zu tun. Nun hat sie diese Darstellung revidiert: Der Brief ihrer Tochter stamme in Wahrheit von ihr selbst.

Eine weitere Frage steht im Raum: Ein Sohn der Frau erlitt 2009 eine Platzwunde am Kopf. Doch die Mutter und einer ihrer Söhne tragen dem Richter gleich mehrere Erklärungen vor. Welche nun zutrifft, konnte nicht geklärt werden. Die Vernehmung des Angeklagten ist für den 1. April angesetzt, das Urteil soll am 12. April fallen.