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Mit Bischofs-Riesling und Trierer Löwenpils

Mit Bischofs-Riesling und Trierer Löwenpils

TRIER. Zuwachs für Triers Gastro-Szene: Auf dem Gelände des Ex-Stiftungsweingutes Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG) eröffnet die Trägergesellschaft Bistum Trier (TBT) im Mai ein Weinrestaurant mit Außengastronomie. Neben Rebensäften soll auch Bier fließen: In Zusammenarbeit mit der Karlsberg-Brauerei will die TBT die Traditionsmarke Trierer Löwenbräu wieder aufleben lassen.

Von außen sieht man noch nicht viel. Lediglich ein- und ausfahrende Autos von Bau- und Installationsfirmen lassen Passanten an der Weberbach erahnen: Auf dem zwei Jahre lang verwaisten Gelände des FWG-Weinguts tut sich wieder etwas. Tatsächlich tut sich sehr viel. Bauleute arbeiten mit Hochdruck an einem in vielerlei Hinsicht ungewöhnlichen Projekt. Nicht zu den gastronomischen Normalfällen gehört schon der Betreiber der Gaststätte, die auf dem einstigen FWG-Stiftungsareal entsteht. Das Bischöfliche Priesterseminar als neuer Besitzer hat Gebäude und Außenflächen an die Trägergesellschaft Bistum Trier mbH (TBT; 120 Mitarbeiter) verpachtet. Die TBT, bekannt als Betreiber der Bistums-Bildungs- und Tagungshäuser Marienburg (Zell), Haus Sonnental (Wallerfangen) und Robert-Schuman-Haus/Katholische Akademie Trier sowie als Catering-Unternehmen etwa für die Heilig-Rock-Tage betritt an der Weberbach Neuland. "Aber wir werden das mit Erfolg tun", kündigt Geschäftsführer Jürgen Kast selbstbewusst an. Der Optimismus des 41-Jährigen resultiert aus seinem "guten, stimmigen Konzept". Eckdaten: ein Weinrestaurant mit 120 Plätzen im Erdgeschoss, darüber ein multifunktionaler Balkensaal für ebenfalls 120 Personen. Weitere 150 Plätze bietet die Außengastronomie an der Weberbach. Mit dem Angebot an Speisen und Getränken will Kast "Heimatatmosphäre schaffen": "Wir servieren regionale Spezialitäten und frische Küche vom Schmalzbrot bis zum Zwiebelrostbraten." Die Weinkarte umfasst Produkte der Bischöflichen Weingüter einschließlich des vom Bistum übernommenen FWG-Weinguts. Als "Schmankerl" kündigt Kast die Renaissance der traditionellen Trierer Biermarke "Löwen-Edelpils" an: " Karlsberg braut dieses Bier nach Original-Rezeptur exklusiv für den Ausschank bei uns ."Sanierung und Umbau für 2,8 Millionen Euro

Das "wir" meint der aus Ulm stammende Kast durchaus persönlich: Der Schwabe bringt als gelernter Koch/Restaurantfachmann, Hotel-Betriebswirt und weit gereister Hotelier einschlägige Erfahrungen mit, die er nutzen will. Er selbst übernimmt die Geschäftsführung der Großgaststätte; einen Küchenchef und einen Restaurant-Leiter sucht er per bundesweiten Annoncen. Zudem entstehen weitere 16 Vollzeit-Arbeitsplätze und rund 20 Aushilfs-Jobs. Außer dem Restaurant soll das mit umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten und einem Kostenaufwand von rund 2,8 Millionen Euro auf Vordermann gebrachte Ex-FWG-Gutsgebäude einen Wein- und Kaffee-Laden sowie die neue Zentrale der bislang am Hauptmarkt ansässigen TBT beherbergen. "Wenn wir es zeitlich hinbekommen, wird das Restaurant bereits im April an den Start gehen. Spätestens im Mai aber müssen wir eröffnen", kündigt Jürgen Kast an. "Denn dann sind die ersten der bislang schon mehr als 40 bei uns gebuchten Termine."