Zurückgeblättert: Mit dem Auto durch die City

Zurückgeblättert : Mit dem Auto durch die City

Manchmal ist es besonders ärgerlich. Dann muss ich mit meiner Touristengruppe einen regelrechten Slalom durch die Simeonstraße kurven.“ Diese Aussage eines Stadtführers könnte auch aus dem Jahr 2019 stammen.

Denn gerade morgens ist im eigentlich den Fußgängern vorbehaltenen Stadtbereich mehr los als auf so mancher Kreisstraße im Hochwald. Doch der Ortskundige beschwerte sich 1994 über die vielen Fahrzeuge, die teilweise unter dem Deckmantel eines Lieferverkehrs zwischen Porta Nigra und Neustraße unterwegs sind. Bis zu 80 Prozent der motorisierten Verkehrsteilnehmer hätten dort nach Auskunft des damaligen Leiters der Trierer Straßenverkehrsbehörde nichts zu suchen. Die Konsequenz sollte laut damaligem Bericht eine härtere Gangart der Stadtverwaltung gegenüber Fußgängerzonenfahrern sein. Und auch den Parkern in diesem Teil der Stadt sollte das Leben schwerer gemacht werden. Ob diese härtere Gangart erfolgreich war, kann jeder für sich selbst entscheiden. Geparkt – gerne auf dem Domfreihof sowie in der Jesuitenstraße – wird weiterhin. Und auch so manches Auto kann man bewundern, das von seinem Chauffeur in aller Seelenruhe über den Hauptmarkt gelenkt wird.
Die Tufa als Spielstätte für das Theater Trier. Dafür soll sogar ein neuer Saal an das Kulturzentrum angebaut werden. Das gehört zu den Plänen für die Sanierung des Theaters.  Die Tufa ist fürs Theater jedoch kein Neuland. Vor 25 Jahren war das Gebäude bereits Spielstätte fürs Theater. Aufgrund der finanziellen Lage sollte damit jedoch zur Spielzeit 1994/95 Schluss ein. Denn auch schon damals war die Finanznot groß. Und auch Unstimmigkeiten mit dem Führungspersonal sind keine Erfindung der  jüngeren Vergangenheit.

1992/93 wurden nur rund 57 000 Karten verkauft, 1991/92 waren es hingegen 115 000. Gegen diese Zahl hätten die Verantwortlichen 2019 sicher nichts einzuwenden. 2018/19 sind es rund 92 000 Zuschauer gewesen. Harald Jansen

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