Mit dem Blasrohr gegen Asthma und Mukoviszidose

Mit dem Blasrohr gegen Asthma und Mukoviszidose

Das Spielen des Didgeridoos, des Blasinstruments der australischen Ureinwohner, kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf chronisch kranker Menschen auswirken. Bei einem Workshop in der Villa Kunterbunt konnten Mukoviszidose- und Asthmapatienten das Instrument kennenlernen.

Trier. Von dem Didgeridoo, dem traditionellen Blasinstrument der Aborigines, weiß man, dass es aus einem von Termiten ausgehöhlten Eukalyptusstamm gefertigt wird und merkwürdig dröhnende Klänge erzeugt.
Weniger bekannt ist, dass das Spielen des Didgeridoos Menschen, die an chronischen Erkrankungen wie Asthma oder Mukoviszidose leiden, helfen kann.
Diese verblüffende Eigenschaft des Instruments stand im Mittelpunkt eines Didgeridoo-Workshops mit Asthma- und Mukoviszidose-Patienten in der Villa Kunterbunt. Für den insgesamt siebenstündigen Workshop konnten die Veranstalter den Digeridoospieler und -lehrer Jürgen Breuninger aus Norddeutschland gewinnen. Breuninger arbeitet intensiv mit jungen Mukoviszidose-Patienten zusammen. Das Didgeridoo-Spielen hat nämlich nachweislich positive Auswirkungen auf die Lungenfunktion der Kinder.
Der Workshop begann mit einem Vortrag Breuningers in den Räumen der Villa Kunterbunt, den der Musiker durch diverse musikalische Kostproben ergänzte. Dabei erläuterte er nicht nur die Funktionsweise des Instruments, sondern auch sein therapeutisches Potenzial. Die musikalische Bandbreite des Didgeridoos wurde deutlich, als Breuninger das Instrument in Kombination mit Trommeln oder Rasseln einsetzte.
Am zweiten Workshop-Tag konnten die Teilnehmer im Alter von fünf bis sechzehn Jahren sich selbst an den Instrumenten ausprobieren. Dazu wurden Didgeridoos aus Abflussrohr-Teilen aus dem Baumarkt angefertigt. Neben einigen kreativen Trockenübungen der Atemtechniken, die für das Digeridoospielen nötig sind, konnten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten an ihrem eigenen Didgeridoo ausprobieren.
Neben diesen Übungen, die einiges an Kraft, Ausdauer und Konzentration erforderten, konnten die eigenen Didgeridoos dann mit Stickern verziert und gestaltet werden. red
Weitere Informationen unter www.villa-kunterbunt-trier.de