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Mit der Bananenflanke zu mehr Teilhabe

Mit der Bananenflanke zu mehr Teilhabe

Neuer Verein setzt sich mit seinem ersten überregionalen Turnier für benachteiligte und behinderte Kinder ein.

Kenn/Trier (red) Der erste Bananenflanken Mosel-Cup, für Kinder und Jugendliche mit einer Beeinträchtigung kannte keine Verlierer aber am Ende einen klaren Gewinner. Daniel Palussek, Vorstand des Team Bananenflanke Trier e.V., fasst einen Tag voller Emotionen zusammen: "Wir hatten heute fünf Mannschaften, aus Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und natürlich aus Trier am Start. Ich bin überzeugt, dass jeder der 40 Spieler mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen ist. Das stand für uns vom Team Bananenflanke Trier im Vordergrund. Den schönen Fußball gab es obendrauf dazu."
Der Besuch von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Ortsbürgermeister Rainer Müller aus Kenn war für alle Spieler und Spielerinnen ein zusätzlicher Höhepunkt. Die Ministerpräsidentin betonte, dass niemandem wegen einer Behinderung die Teilhabe am Sport versagt werden dürfe. Sie lobte alle ehrenamtlich Engagierten, die sich für eine inklusive Gemeinschaft einsetzen. Wolfram Leibe betonte, dass Inklusion im Sport für die Stadt Trier einen hohen Stellenwert hat, wie sich zuletzt bei den Special Olympics Landesspielen gezeigt habe.
In den insgesamt zehn Partien stand der Fußball im Mittelpunkt des Geschehens. Im BC Sportcenter in Kenn kämpften alle Mannschaften mit Leidenschaft um Tore. Unabhängig vom Ergebnis zeigten alle Spieler viel Engagement und gute Leistungen. Am Ende setzte sich der FC Walhausen gegen die Konkurrenten aus Bonn und Trier durch. Zweiter wurden die Lokalmatadoren aus Trier mit ganz knappem Rückstand.
"Wir von der Bananenflanke sind sehr zufrieden", resümierte Hans Dorobek, Vorstand und Vater. "Alle hatten Spaß, und auch für die Unterstützung unserer Schirmherrin Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Würdigung der Politik sind wir wirklich dankbar." Sicher gebe es im kommenden Jahr eine Neuauflage des Turniers.
Fabian Poltrok vom Team Bananenflanke e.V. erläuterte, worum es neben dem Sport bei den Aktivitäten des Vereins gehe: "Der Kern unserer Arbeit ist die Stärkung sozialer Kompetenz, des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins unserer Spieler. Wenn es uns gelingt, etwas mehr Teilhabe zu ermöglichen, hat sich der Einsatz gelohnt."Extra: BANANENFLANKE E.V.


Das Team Bananenflanke ist ein Fußballverein für behinderte und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Der Begriff "Bananenflanke" erreichte in den 80er Jahren Kultstatus. Da im Leben der Spieler auch nicht alles gerade läuft, wurde die Banane zum Maskottchen gewählt. Das in Regensburg entstandene Projekt gibt es inzwischen in ganz Deutschland.