Mit der Zahnbürste zur Arbeit
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Am Samstag, 19. Mai 2007 um 20 Uhr ist es soweit. Die Modedesign-Studenten der Fachhochschule (FH) veranstalten eine große Modenschau in der Arena Trier.
Trier. (red) Für diesen besonderen Abend hat sich bereits im vergangenen Jahr eine Gruppe Studenten und Professoren zusammengesetzt, um die Idee einer übergreifenden Modenschau mit sowohl Semester- als auch Diplomarbeiten in die Tat umzusetzen. Der gemeinnützige Verein Stoffwechsel wurde gegründet. Viel Arbeit und Ausdauer wurde in die Suche nach Sponsoren gesteckt, um das benötigte Budget zu erreichen. "Neben dem Studium so eine große Show zu planen, ist nicht immer einfach, aber wir freuen uns riesig auf dieses außergewöhnliche Event," erklärt Nastasja Steinmetz als Vorsitzende des gemeinnützigen Vereines.Dieses Jahr kann man bei der FH-Modenschau nicht nur auf 22 Diplomarbeiten, sondern auch auf sieben Semesterarbeiten gespannt sein. Sowohl Professoren, Dozenten als auch Studenten können es kaum erwarten, ihre gemeinsam erarbeiteten Kreationen vor großem Publikum in Szene zu setzen. Ateliers seit Wochen belagert
Für die Diplomanden bedeutet diese große Präsentationsplattform jedoch nicht nur Aufsehen, sondern auch jede Menge Anspannung und Zusatzarbeit. Seit Wochen werden die Ateliers im Irminenfreihof rund um die Uhr von den Diplomanden in Beschlag genommen. "Ich habe sogar meine Zahnbürste schon hier", verrät Meurer-Diplomand Stefan Teske. Die Kollektion des 26-jährigen Diplomanden ist in Anlehnung an den Illustrator Gustave Doré historisch inspiriert und modern interpretiert. Ein Teil seiner Modelle ist sogar handgestrickt. Die Diplomarbeiten setzen sich dieses Jahr oftmals mit gesellschaftskritischen Themen auseinander. So behandelt die Diplomandin Melanie Holzhauer das Thema "Verschwendungsgesellschaften". Doch statt mit erhobenem Zeigefinger auf das verschwenderische Leben zu zeigen, spiegelt ihre Kollektion eine Ironie und Leichtigkeit in klaren Farben und übergroßen Accessoires wider. Auch Tasyrif Adnan aus Indonesien hat sich an ein sehr sensibles Thema herangewagt. Nicht zuletzt durch seine Herkunft widmete er sich intensiv dem Thema Kindersoldaten und deren verlorene Kindheit. Er setzt seine Hoffnungen durch die farbigen Stoffe spielerisch und künstlerisch um. Karten gibt es in den TV-Pressecentern Trier, Bitburg und Wittlich, unter der TV-Tickethotline 0651/7199-996 und online unter www.intrinet.de/tickets.