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Unterhaltung: Mit dieser Show lockt der Trierer Weihnachtscircus

Unterhaltung : Mit dieser Show lockt der Trierer Weihnachtscircus

Attraktionen, wie es sie auch schon vor 250 Jahren gegeben hat, begeistern im Trierer Weihnachtscircus.

In schwindelerregender Höhe hängt Adele Fame unter der Kuppel des Zirkuszeltes, gehalten von nur zwei dünnen Seilen. Plötzlich stürzt sie herab. Die Zuschauer halten die Luft an, und es herrscht Stille für den Moment. Doch nur, bis sie sich wenige Meter über dem Boden wieder fängt. Denn Adele hatte ihre Füße noch in den Seilschlaufen verankert und windet sich nun akrobatisch und elegant zu Boden, wo sie mit einem tosenden Applaus empfangen wird. Das gehört alles zur Show der französischen Strapatenartistin, die nur eine der spektakulären Attraktionen des Weihnachtscircus am Trierer Messepark darstellt.

Bereits zum 14. Mal ist es gelungen das Spektakel nahe der Konrad-Adenauerbrücke zu verwirklichen. „In diesem Jahr steht unser Programm unter dem Motto: 250 Jahre Zirkus“, sagt Oliver Häberle, der Pressesprecher des Weihnachtszirkus. So sind alle Darbietungen auch genauso bereits vor mehr als zwei Jahrhunderten möglich gewesen und gehörten alle in den klassischen Zirkus, schwärmt er.

Ob für die großen Gäste, die von prächtigen Tigern bis zu süßen Stubentigern alles geboten bekommen, oder für die kleinen Besucher, die über die Späße von Clowns herzlich lachen können, es ist tatsächlich für jeden etwas dabei. Robano Kübler, zuständig für die Tiger, wagt sich mutig zu den Raubkatzen ins Gehege und lockt sie mit kleinen Fleischbrocken sogar dazu, wilde Sprünge zu vollführen. Die Tiere, die ihn mit Leichtigkeit verspeisen könnten, nehmen jedoch zahm seine Anweisungen entgegen.

Wem das zu aufregend ist, der kommt mit der etwas kleineren Tigerausgabe voll auf seine Kosten, die Svetlana Krachinova mit im Gepäck hat. Ihre Hauskatzen sind erstaunlich gelehrig und zeigen, welche Sprung- und Kletterkünstler in ihnen stecken.

Nach so vielen Tieren sorgen die Clowns der Orton-Family für ordentliche Lacher im Publikum. Ständig stören sie sich gegenseitig beim Spielen ihrer Instrumente, welche sie entgegen der tollpatschigen Clownsmanier eigentlich sehr gut beherrschen könnten, wenn ihre Kollegen nicht ständig dazwischenfunken würden. Doch dieses ständige Necken und Verspotten habe Tradition, erklärt Oliver Häberle: „Der weiß geschminkte Clown sollte damals den Adel repräsentieren, über den sich in der Manege endlich einmal auf dessen Kosten amüsiert werden konnte.“

In diesem Jahr sammelt der Zirkus Spenden für das Projekt „Villa Kunterbunt“. Dr. Christoph Block von der Villa Kunterbunt nahm die von Jean Pütz überreichte Auszeichnung des Weihnachtscircus dankend entgegen. Das Nachsorgezentrum Villa Kunterbunt, welches im Mutterhaus beheimatet ist, unterstützt chronisch kranke Kinder und ihre Familien. Am Ende des Abends kamen bereits an Großspenden schon über 2000 Euro zusammen. Oliver Häberle resümiert: „Solange es Kinder gibt, gibt es auch Zirkus.“

Wer sich selbst von der Show überzeugen will, hat dazu noch täglich bis zum 29. Dezember jeweils um 15.30 Uhr und 19.30 Uhr Zeit. Am 30. Dezember gibt es um 11 und um 15.30 Uhr Vorstellungen. An Heiligabend gibt es keine Vorstellung.