Mit Goethe und Schiller aufs Siegerpodest

Mit Goethe und Schiller aufs Siegerpodest

Überaus erfolgreich hat sich der Handwerksnachwuchs aus der Region beim "Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks" präsentiert. Jetzt wurden die Medaillen vergeben.

Trier. (fgg) Während die jungen Handwerker nach ihren Prüfungen entspannen oder sich sogar noch auf Preise freuen dürfen, ist für Rudi Müller, den Präsidenten der Handwerkskammer (HWK), die Zeit der Prüfungen noch nicht vorbei: Anlässlich der Abschlussfeier des "Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks" mit rund 100 Gästen im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der HWK wird er vom Moderator Thomas Vatheuer aufgefordert, die ersten Zeilen von Schillers Lied der Glocke zu ergänzen, Müller besteht den Test souverän: "Frisch Gesellen, seid zur Hand." Und so darf er dann auch zusammen mit Uni-Präsident Peter Schwenkmetzger dem "frischen Gesellen" des Metall- und Glockengießerhandwerks, Julius Maas, zum ersten Platz beim Leistungswettbewerb gratulieren: Der 19-Jährige hat die Jury mit einer Glocke überzeugt, die er im elterlichen Betrieb in Brockscheid gefertigt hat. Ein paar Kilometer weiter in Üdersdorf hat Niklas Maas (der Julius zwar kennt, aber nicht mit ihm verwandt ist) sein Handwerk gelernt: Als Maler und Lackierer setzte er sich gegen Tausende anderer Gesellen durch mit der Durchführung eines fiktiven Auftrags, für den er den Eingangsbereich eines Verlagsgebäudes gestaltete. Dass Goethe und dessen Farbenlehre bei diesem Projekt Thema waren, passte wiederum wunderbar zu Schiller und seiner Glocke.

Elf erste, acht zweite und vier dritte Landessieger und nicht weniger als fünf Medaillen beim Bundeswettbewerb: "So erfolgreich schnitten unsere Nachwuchskräfte schon seit vielen Jahren nicht mehr ab!", freut sich Rudi Müller in einer Rede an die Anwesenden und stuft die aktuelle Lage des Handwerks als sehr gut ein: "Wer heute mit ordentlichem Ergebnis abschließt, hat in aller Regel hervorragende Aussichten auf einen dauerhaften Arbeitsplatz."