Mit Hammer und Amboss

Das Feuer lodert in der Esse, der Hammer trifft auf glühendes Metall. Nebenan entsteht aus einem Klumpen Ton eine schöne Vase. Die "lebenden Werkstätten" waren Blickfang und Höhepunkt des Handwerkermarkts.

Trier. (jp) 70 Handwerker präsentierten vor der Porta Nigra ihre Produkte. Kunst, Handwerk und Design waren vertreten, das Angebot reichte von Buchdruck, Glasverarbeitung, Schmiedearbeiten bis hin zu Metallgestaltung, Keramik, Filzhüten, Mode und Textildesign. Dazu kamen Mosaiken, Schmuckdesign, Skulpturen und Glockengießerei.Der Raum um die Porta wurde zu einer Art handwerklichem Erlebnispark. Viele der ausstellenden Kunsthandwerker präsentieren nicht nur ihre fertigen Produkte, sondern demonstrieren vor Ort ihre Herstellung. Eine Gelegenheit für viele Besucher, dem Handwerker mal über die Schulter zu schauen.Besonders die Metaller zogen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Die Mitarbeiter der Kunstschmiede Paul Kreten aus Bekond ließen das Feuer in der Esse lodern. Besonders die Kinder sahen dem Schmied bei der Arbeit am Amboss fasziniert zu. Künstlerische Metallgestaltung präsentierte das Team von Klaus Apel aus Trier.Nicht mit Metall, sondern mit Holz arbeitet Christian Baudner, Chef von "Holz Zeitlos" aus Trier. "Es macht Spaß, einem breiten Publikum Holz-Kunst zu präsentieren", sagte Baudner. "Man achtet dabei natürlich auch auf die Werbewirksamkeit für das grundsätzliche Dienstleistungsangebot einer Schreinerei."Rainer Wagner, Steinmetz und Steinbildhauermeister, zeigte an seinem Stand unter anderem eine faszinierend präzise Nachbildung der Porta Nigra. "Die Leute sehen solche Arbeiten, und sie merken sich den Betrieb, der sie gezeigt hat", sagte Wagner. "Deshalb ist der Handwerkermarkt so wichtig. Wir sind mit der Resonanz zufrieden."Zufrieden waren auch die Besucher. "Die Kunstfertigkeit eines Handwerksmeisters ist eben immer noch ein zentraler Eckpfeiler des Mittelstandes", betonte Eckhard Pfeiffer (74), Schreinermeister im Ruhestand.