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Kulturpreis: Mit Herzblut engagiert für die Kultur in Trier

Kulturpreis : Mit Herzblut engagiert für die Kultur in Trier

Die Stadt verleiht den Kulturpreis an neun Menschen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Egal ob Brauchtumspflege oder freie Theaterszene: Kultur sorgt für Zusammenhalt und Lebensqualität in einer Stadt, die mehr sein will als eine Ansammlung von Menschen und Häusern. In diesem Sinne hat Beigeordneter Thomas Schmitt im Theaterfoyer neun Personen, die das kulturelle Leben in Trier mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz geprägt haben, mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichnet.

Schmitt bedankte sich in seiner Ansprache bei den Preisträgern für deren Engagement, Kreativität und Zeitaufwand: „Ich hoffe, dieser Preis ist ein kleines Stück Ansporn und Anerkennung für Ihren Einsatz. Menschen wie Sie werden gebraucht.“

Zum Beispiel Nils Thoma: Seit 2003 ist er Vorsitzender des Jazzclubs Trier und steht unter anderem für das Jazzfest im Brunnenhof und für die Gründung der Jazz- und Rock-Sparte in der Karl-Berg-Musikschule. 2015 komponierte er die Musik für die integrative Jazz-Oper „Blue Sheets“ zum Tufa-Jubiläum. „Nils Thoma hat nicht nur viele Ideen, er sorgt auch für deren Umsetzung“, betonte Schmitt. 

Weitere Vertreter der Sparte Musik waren Kurt Schergen und Klaus-Peter Müller. Schergen ist seit 64 Jahren Mitglied im MGV Harmonie Irsch und seit 20 Jahren im Vorstand. Auf ihn geht unter anderem die Gründung des Kinderchors zurück. Müller ist seit 50 Jahren im Musikverein Zewen aktiv, davon 28 Jahre als Vorsitzender. In dieser Zeit hat er unter anderem zahlreiche Vereinsfahrten mit Konzerten im In- und Ausland organisiert.

Bettina von Engel erhielt den Kulturpreis für ihre Verdienste um die Städtepartnerschaft mit Ascoli Piceno. Die Lehrerin initiierte 1986 den ersten Schüleraustausch mit der italienischen Stadt und ist seit elf Jahren Präsidentin der Ascoli-Piceno-Gesellschaft.

Der Schauspieler und Regisseur Alexander Ourth engagiert sich für freies Kinder- und Jugendtheater im Kulturlabor Trier. Mit Produktionen wie „Sophie Scholl“ gelinge es Ourth, „gesellschaftlich relevante Themen auf berührende Art zu vermitteln“, sagte Schmitt. Der gebürtige Ungar Peter Szemere vermittelt mit Führungen die Geschichte der jüdischen Gemeinde Trier. Er vertritt die Gemeinde in der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und in der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenken. 

Von der Kulturaktie bis zur Elephant Parade: Hiltrud Zock versteht es immer wieder, innovative und kreative Projekte zur Kulturförderung auf den Weg zu bringen. Daneben ist sie Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters und Initiatorin der Kulturstiftung der Stadt Trier.

Mit Karl-Rainer Heiderich und Karlheinz Scheurer waren zwei „Urgesteine“ des Trierer Karnevals unter den Geehrten. Heiderich war von 1997 bis 2019 Präsident der KG Onner Ons und führte den Verein mit der Gewinnung neuer Sponsoren erfolgreich aus einer Krise. Scheurer ist aktuell Vizepräsident der KG Heuschreck, zuvor war er Chef des Elferrats und organisierte in dieser Funktion viele Veranstaltungen. Er hat sich darüber hinaus als Vorstand der Trier Gesellschaft um den Erhalt zahlreicher Trierer Baudenkmäler verdient gemacht.

Mit dem Kulturpreis der Stadt Trier werden alle zwei Jahre Personen geehrt, die sich, „vorbildlich innerhalb eines Vereins für kulturelle Belange in Trier eingesetzt haben“. Das Vorschlagsrecht obliegt den Kulturvereinen, die Entscheidung trifft der Kulturausschuss des Stadtrats.