Mit "Jubetra" Erfahrung sammeln und Geld verdienen

Einmal ein eigenes Unternehmen führen und eine Geschäftsidee realisieren - diese Möglichkeit vermittelt das Junior-Projekt Schülern. Zwölf Trierer Berufsschüler haben nun ihre Firma mit Namen "Jubetra" gegründet.

 Selbstbewusste Jungunternehmer: Zwölf Berufsschüler nehmen mit ihrer Firma „Jubetra“ am Junior-Projekt teil. TV-Foto: Björn Pazen

Selbstbewusste Jungunternehmer: Zwölf Berufsschüler nehmen mit ihrer Firma „Jubetra“ am Junior-Projekt teil. TV-Foto: Björn Pazen

Trier. (BP) "Arrivo" war ein Erfolgsmodell, nun soll "Jubetra" in die Fußstapfen treten.

Mit der Geschäftsidee, Schulordner zu produzieren und zu verkaufen, qualifizierten sich Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) für Wirtschaft in Trier in diesem Jahr mit "Arrivo" für das Europafinale des internationalen Junior-Projekts.

Nun soll "Jubetra" als Nachfolgeprojekt der neuen Zwölftklässler aus Wirtschaftsgymnasium und Höherer Berufsfachschule ein Knüller werden. Zwölf Schüler nehmen unter der Leitung von Jürgen Schmidt am Junior-Projekt teil, wie 33 weitere Schüler-Unternehmen aus Rheinland-Pfalz. Bei einer Auftaktveranstaltung einigte man sich auf die Geschäftsidee und den passenden Firmennamen: "Jubetra" steht für Junior-Bewerbungs-Training. "Wir wollten eine Dienstleistung anbieten - bei der Produktion von Artikeln wäre das finanzielle Risiko zu groß gewesen", sagt Janos Bastgen, Vorstandsvorsitzender des Junior-Unternehmens.

Nach einer eintägigen Schulung bei der IHK wurden die einzelnen Positionen im Unternehmen besetzt: Fünf Schüler sind die Bewerbungstrainer, andere kümmern sich um Verwaltung, Buchführung oder Marketing. Unter www.jubetra.de befindet sich schon die Firmen-Home page. Nachdem ab kommender Woche fast alle Teilnehmer des Projekts bei einem Praktikum in Frankreich weilen, soll danach die Akquise von Kunden starten. "Wir werden unsere Trainings für die richtige Bewerbung und das optimale Vorstellungsgespräch erst einmal an unserer Schule anbieten, dann auch an andere Schulen gehen, und schließlich wollen wir auch Privatpersonen, die vor einem Vorstellungsgespräch stehen, beraten", sagt Kristina Keller. Zunächst aber müssen sich die Schüler ums nötige Startkapital kümmern: Insgesamt 90 Aktien zu zehn Euro sollen verkauft werden. "Natürlich wollen wir am Ende mit unserem Projekt auch Geld verdienen", sagt Bastgen, daher müssen Werbepartner gefunden werden, die die Bewerbertrainings für die Schulklassen finanzieren.

Aber neben Einnahmen geht es den Zwölftklässlern vor allem um die Erfahrung fürs künftige Berufsleben: "Ziel ist, unsere Geschäftsidee durchzuziehen, für später zu lernen und am Projekt zu reifen", sagt Bastgen, der sich wie seine Mitschüler ausschließlich in der Freizeit "Jubetra" widmet.

Die Schüler wissen auch, dass sie nicht der einzige Anbieter für Bewerbertrainings sind - was hebt sie von der Konkurrenz ab? Bastgen: "Wir sind jünger und frischer. Wir haben fast das gleiche Alter wie die Bewerber und gehen sehr praxisorientiert an die Sache ran."