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Mit Malu und Münze bei Merkel: Trierer Stadtvorstand zu Gast in Berlin

Mit Malu und Münze bei Merkel: Trierer Stadtvorstand zu Gast in Berlin

"Betriebsausflug" nach Berlin: Der komplette Trierer Stadtvorstand hat am Freitag Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble besucht. Anlass war das liebe Geld.

 Besuch im Kanzleramt: OB Wolfram Leibe und Malu Dreyer besuchen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Schäuble. Anlass ist die neue Zwei-Euro-Münze mit der Porta Nigra.
Besuch im Kanzleramt: OB Wolfram Leibe und Malu Dreyer besuchen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Schäuble. Anlass ist die neue Zwei-Euro-Münze mit der Porta Nigra. Foto: Presseamt der Stadt Trier

Das Trierer Rathaus war am Freitag führungslos: Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Bürgermeisterin Angelika Birk und Baudezernent Andreas Ludwig machten Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Aufwartung.

Grund war die neue Zwei-Euro-Münze, die das Trierer Wahrzeichen Porta Nigra trägt. Ministerpräsidentin Malu Dreyer erhielt im Bundeskanzleramt das erste Münzset mit dem vom Künstler Frantisek Chochola gestalteten Geldstück. Dreyer sagte: "Die Porta Nigra, das rund 2000 Jahre alte römische Stadttor in Trier, ist heute ein offenes Tor. Man kann sie durchschreiten. Diese Botschaft der Offenheit trägt die Porta Nigra auf der neuen Sondermünze 30 Millionen Mal in die Welt. Das ist uns gerade in der heutigen Zeit wichtig."

Die Porta Nigra passe als Bauwerk sehr gut zum Euro. Ihre Geschichte mit mehreren An- und Umbauten sei geprägt von unterschiedlichen Völkern und Epochen. Dreyer: "Sie ist ebenso ein Gemeinschaftswerk wie der Euro. Deshalb ist die Porta Nigra eine glänzende Wahl."Zuvor war die Ministerpräsidentin in ihrer Eigenschaft als neue Bundesratspräsidentin bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Antrittsbesuch. Sie schilderte der Bundeskanzlerin und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Geschichte der Porta Nigra, und erläuterte: "Die Porta, wie die Trierer sagen, ist das deutschlandweit am besten erhaltene römische Stadttor. Natürlich gibt es im Land viele kulturelle Stätten, die es verdient hätten, auf ´unserer´ Münze zu erscheinen. Weil aber Trier im Dreiländereck Deutschland, Luxemburg, Frankreich am Ursprung der Europäischen Union liegt, schaut die Porta Nigra nach Europa und passt damit zum Euro, der gemeinsamen europäischen Währung."

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich positiv über Trier und bezeichnete die Stadt als "im Herzen Europas" gelegen.

Seit 2006 gibt das Bundesfinanzministerium jährlich eine Münze mit einem Wahrzeichen oder einem Bauwerk aus einem Bundesland heraus. Im Jahr der rheinland-pfälzischen Bundesratspräsidentschaft wurde die UNESCO-Weltkulturerbestätte Porta Nigra ausgewählt; Die Münze ist ab sofort im Umlauf.