Mit Musik gegen die Not in Japan
Trier · Ein Quartett, drei Auftritte, viele begeisterte Zuhörer und 1000 Euro für notleidende Menschen in Fukushima: Das ist die Geschichte der Reed Bulls und ihrer musikalischen Hilfsaktion.
Trier. "Die Katastrophe in Fuku shima hat uns alle so betroffen gemacht, dass wir beschlossen: Da müssen und da können wir etwas tun." Lothar Breitmeier, Klarinettist der Trierer Philharmoniker, bildet zusammen mit Martin Form, Mandryka Müller und Michael Ophelders das Saxofonquartett Reed Bulls. Die vier leidenschaftlichen Musiker hatten schon öfter mit dem Thema Straßenmusik geliebäugelt und gingen hinaus auf Triers Plätze. An drei Samstagen erfreuten die Vier, die seit fünf Jahren als Reed Bulls zusammen spielen, flanierende Einheimische und Touristen mit ihrem breiten Repertoire von Bach bis Gershwin. "Die Resonanz war super", erzählt Breitmeier. Über das finanzielle Ergebnis freuen sich auch Hans Aubart, Präsident der deutsch-japanischen Gesellschaft, und sein Vorstandskollege Wolfgang Dahmen. Aubart, der dieser Tage wieder nach Japan fliegt, will das Geld in ein weiteres Auto investieren. "Die Menschen in den Notunterkünften sind weit entfernt von ihrer Heimat. Mit den von uns zur Verfügung gestellten Autos können sie ab und zu mal nach Hause, zu Bekannten oder zum Arzt fahren." c.c.Infos zu den Reed Bulls über lothar.breitmeier@web.de