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Mit Musik, Gesang und Tanz nach Asien

Mit Musik, Gesang und Tanz nach Asien

Indonesien und Schweich sind sich weiter näher gekommen: Weil Landrat Günther Schartz beim zweiten deutsch-indonesischen Wochenende in Schweich eine Rede auf Indonesisch und der indonesische Generalkonsul eine auf Deutsch gehalten hat. Und weil Tänze und Gesang auch ohne Worte verbinden.

Schweich. Landrat Günther Schartz verblüffte als Schirmherr des zweiten deutsch-indonesischen Wochenendes in Schweich die rund 150 Gäste: Er hielt seine Festrede auf Indonesisch. Seine Lehrerin sei seine Tochter Nadine gewesen. Sie unterrichte und lebe seit einem Jahr in Indonesien und habe mit ihm per Skype geübt, erzählte der Landrat. Anderen Kulturen zu begegnen mache reicher in den Köpfen, sagte Schartz. Viel Applaus erntete auch Generalkonsul Damos Dumoli Agusman für seine im vergangenen Jahr erworbenen hervorragenden Deutschkenntnisse.
Musik und Kulinarisches


Und Lieder und Tänze waren in der Schweicher Synagoge auch ohne Sprachverständnis Brücken zwischen den Nationen: Das Schweicher Vokalensemble unter der Leitung von Johannes Klar sang Stücke vom neuesten Volkslied von Max Greger bis hin zum italienischen Chanson. Das Angklung-Orchester spielte auf den aus Bambus bestehenden Instrumenten. Eine Solotänzerin bewegte grazil ihren Körper zum Takt der Musik, und die indonesische Gesangsgruppe sang, während Geraldine Liebrechts in der Küche hundert Lemper, Reisröllchen mit Geflügelfleisch, und ebenso viele Bah-Pao, Teigtaschen mit Füllung, herstellte.
So wie Christiane Horsch, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde, und Stadtbürgermeister Otmar Rößler waren die Gäste sichtlich angetan von der Vielfalt des Programms, das einen Hauch Indonesiens an die Mosel brachte. Für Rößler war das deutsch- indonesische Wochenende sogar ein Vorgeschmack auf seine dritte Reise nach Bali in zwei Wochen. Der Stadtbürgermeister war sichtlich stolz, dass in der "kleinen und bescheidenen Stadt Schweich" solch eine Veranstaltung stattfindet. Man vermutet sie eher in Berlin oder Frankfurt", sagte Rößler.
Die Annäherung Indonesiens und Schweichs hat Emil Negelen, Geschäftsführer des Vereins Kultur in Schweich, möglich gemacht. Er lebt in Schweich und stammt aus dem asiatischen Land. Negelen sei der ideale Kulturbotschafter und Schweicher Kulturpapst, lobte Rößler den Brückenbauer zwischen Indonesien und Schweich.
Extra

Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt. Er besteht aus fünf Hauptinseln und 30 kleineren Inselgruppen, insgesamt sind es 17 508 Inseln, von denen ungefähr 6000 bewohnt sind. Das Land erstreckt sich über 5150 Kilometer zwischen Australien und dem Kontinent Asien und teilt den Pazifik und den Indischen Ozean am Äquator. 210 Millionen Menschen leben dort. Der Name "Indonesien" setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammen: "Indos" für Indianisch und "Nesos" für Inseln. red