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Mit ungarischem Flair und vielen Gästen

Trier. Trier (red) Istvàn Dènes - nicht als Dirigent am Taktstock sondern als Pianist am Klavier - gehörte zu den Ehrengästen beim Neujahrsempfang der Ungarisch-Deutschen Gesellschaft Trier im Nell’s Park Hotel. An den Tasten zeigte Dènes die Verbindung von Ungarn und Deutschland: Er fasste die beiden Nationalhymnen in einer Komposition zusammen.

Viel Applaus des Publikums erhielt auch Opernsängerin Evelyn Czesla, der Charmeur, Operetten-Tenor Ferry Seidl, und Andràs Magyar, ein original ungarischer Geiger.
Die Präsidentin der Gesellschaft, Margit Zeimet, dankte den hochkarätigen Musikern für die Begleitung des Abends.
In ihrer Begrüßungsansprache erinnerte Zeimet an den ungarischen Volksaufstand in Ungarn im Oktober 1956, der durch sowjetische Panzer niedergeschlagen wurde. Hunderte wurden hingerichtet, Tausende starben, Zehntausende mussten fliehen. Nach der ersten Welle der Repression habe das Regime kleinere und größere Zugeständnisse machen müssen.
Dadurch sei in Ungarn eine Sonderart des Kommunismus, der sogenannte Gulaschkommunismus entstanden, der unter anderem dazu geführt habe, dass Ungarn zum deutsch-deutschem Treffpunkt wurde. Über viele Jahre trafen sich Hunderttausende deutsche Familien aus Ost und West hinter dem Eisernen Vorhang in Ungarn.
1989 sei das Tor zur deutschen - und zur europäischen Vereinigung - in Ungarn aufgestoßen worden. Der Schlüssel zu diesem Tor sei 1956 in Ungarn geschmiedet worden.
Vom 10. bis 18. Juni bietet die ungarisch-Deutsche Gesellschaft eine Busfahrt nach Budapest an. Interessenten können sich melden: Telefon: 06504/8558.