Mit viel Gefühl

Tom Petty, der amerikanische Songwriter, und seine "Heartbreakers" haben Doppelgänger in Trier. Nicht optisch - dazu fehlen "Wildflowers"-Sänger Ulle Backes die blonden langen Haare - aber musikalisch reicht die Trierer Band nah an ihr Original heran.

Trier. (mehi) "Learning to fly", "Breakdown", "American girl", "I won't back down", "Free fallin'” - Hit reiht sich an Hit in der Tufa, wo "The Wildflowers" ihr einjähriges Bestehen feiern. Etwas verhalten ist anfangs die Stimmung im Saal. Und das, obwohl die Band mächtig Tempo macht.

30 Tom-Petty-Stücke haben Ulle Backes und seine Bandkollegen im Programm, auch unbekanntere, "verborgene Schätze", wie Kenner Backes sagt. "Counting on you" gehört dazu. Und "The last DJ" vom aktuellen Album. Doch die meisten sind bekannte Lieder seines Vorbilds. Tom Petty lediglich zu imitieren, ist nicht das Ziel der Band. "Dazu habe ich nicht die Stimme", gibt Backes zu, auch wenn er an seinem Timbre gearbeitet hat. "Wir orientieren uns stark an seinen Live-Aufnahmen. Der Sound muss da sein, das Gefühl." Ansonsten lassen sich die versierten Musiker Freiräume, auch für Improvisationen. Fabian Pensé und Fred Barreto - der auch die Bluesharp spielt - lassen die Gitarren singen und legen fantastische Soli hin. Daniel Franzen liefert den typischen Petty-Sound am Keyboard, Norbert Maes (Bass) und Schlagzeuger Joachim Hoffmann geben den Ton an.

"Ich wollte schon vor vier, fünf Jahren eine solche Band gründen." Doch Backes fehlten die Mitstreiter. Bis Maes auf die gleiche Idee kam. Sie fanden sich und gründeten vor einem Jahr die Band, die ihren Namen dem 1994-Soloalbum entliehen hat. Ein gutes Jahr für die Combo. "Das Feedback ist durchweg positiv", sagt Backes. Auch in der Tufa singt, tanzt und feiert das Publikum mit.