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Mitarbeiter gehen auf Bestellung einkaufen: Neuer Service der Stadtwerke mit Partnern

Lieferdienst : Mitarbeiter gehen auf Bestellung einkaufen: Neuer Service der Stadtwerke mit Partnern

Die Stadtwerke Trier (SWT) bieten ihren Kunden derzeit einen neuen Service an: SWT-Mitarbeiter gehen auf Bestellung für Kunden einkaufen.

„Die Idee kam in einem Chat von SWT-Mitarbeitern“, sagt Unternehmenssprecher Carsten Grasmück. „Die Organisation wie die Entgegennahme der Bestellung, Einkauf und Lieferung übernehmen Kollegen aus Bereichen, die aktuell weniger zu tun haben, zum Beispiel aus dem Bad an den Kaiserthermen oder dem Verkehrsbetrieb.“

Partner der Aktion sind bisher die die Edeka-Märkte in Feyen, Heiligkreuz und Tarforst sowie das BioGate in der Palaststraße, ein auf Bioprodukte spezialisierter Fachmarkt. „Die Zusammenarbeit mit weiteren Märkten ist natürlich nicht ausgeschlossen“, sagt Grasmück.

Die Lieferung ist nur im Trierer Stadtgebiet möglich. Für die Kunden läuft nicht nur die Abgabe der Lebensmittel kontaktlos, indem der Lieferant einen Mindestabstand einhält, sondern auch das Bezahlen. Laut SWT bekommen Kunden die Rechnung vom Einkauf in der Tüte geliefert, bezahlen müssten sie den Einkauf aber erst über die Jahresrechnung für Strom oder Erdgas. Eine Liefergebühr oder Ähnliches fällt dabei nicht an. Der Kunde bezahlt nur die Waren.

Er habe den Lieferservice der SWT bei Facebook entdeckt, sagt Peter Brommenschenkel vom BioGate-Markt in der Trierer Innenstadt. Er selbst habe mit seinem Team keinen Lieferdienst zusätzlich stemmen können. „Innerbetrieblich hat es die Diskussion gegeben, dass wir einen Lieferservice brauchen“, sagt er. „Aber wir sind personell ausgedünnt. Wir haben ältere Kollegen, die ja zur Risikogruppe gehören, zu deren Sicherheit nach Hause geschickt.“ Daraufhin habe er sich an die SWT gewandt und wegen einer Kooperation angefragt – mit Erfolg.

Die vereinbarte Zusammenarbeit mit SWT erweitert also das Angebot von BioGate. Und das hält Brommenschenkel für besonders sinnvoll: „Die Leute sind ja echt in einer Notlage und wissen nicht, wo sie Lebensmittel herkriegen sollen.“