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Miteinander für mehr Teilhabe

Miteinander für mehr Teilhabe

"Unbehindert - Miteinander für mehr Teilhabe": Unter diesem Titel wirbt derzeit eine Ausstellung auf dem Platz vor der Trierer Konstantinbasilika für die Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von behinderten Menschen. Die Schau ist noch bis zum 5. Mai zu sehen.

Trier. Was es heißt, blind zu sein, können Besucher in einem Dunkelraum erleben, der Teil der Ausstellung "Unbehindert" ist, die in einem Zelt untergebracht ist. Verantwortlich für die Ausstellung zeichnen der Arbeitsbereich Diakonische Pastoral und die Arbeitsstelle Medien für Behinderte und Sehbehinderte im Bistum Trier.
Anlass der Schau ist die Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion am 28. April im Trierer Dom. Diese Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken für die Länder Mittel- und Osteuropas findet diesmal zum Thema Inklusion statt. Bei der Ausstellungseröffnung sprach Weihbischof Helmut Dieser über das Recht auf Chancengleichheit. Die Frage sei, ob ein Rollstuhlfahrer behindert ist oder wird. "Wenn es keine Rampe gibt, wird er behindert. Wenn es die Rampe gibt, kann er das tun, was andere auch tun", sagte Dieser. Die Ausstellung solle verständlich machen, was man tun könne, um Menschen mit Beeinträchtigungen nicht zu Behinderten zu machen. "Es geht schlicht ums Teilnehmen-können am öffentlichen Leben", sagte Dieser. Er nannte positive Beispiele wie die Gebärdensprache, Texte in leichter Sprache oder die Braille-Schrift für blinde Menschen. Nancy Poser vom Trierer Beirat der Menschen mit Behinderung begrüßte die Aktion des Bistums Trier. "Behinderte Menschen haben Anspruch auf Teilhabe am Leben. Behinderte stehen mitten in der Gesellschaft und können ihr sehr viel geben." Brigitte Scherer von der Diakonischen Pastoral im Bistum Trier freute sich auf viele Besucher. Man wolle die Gäste einladen und sie neugierig machen. Ziel sei es, dass die Ausstellungsbesucher selber überlegten, was sie zur Umsetzung der UN-Konvention beitragen können. red
Das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung ist einzusehen unter www.bistum-trier.de