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Mitgliederversammlung bei der Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Trier 1922 eG

Trier : Wohnungsgenossenschaft zahlt vier Prozent Dividende

Mitgliederversammlung der GeWoGe: Erfreulicher Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2019

Schon der Name kündet vom bevorstehenden Jubiläum: 2022 feiert die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Trier 1922 eG ihren 100. Geburtstag. Angesichts der anhaltenden Pandemie, welche auch die Mitgliederversammlung der GeWoGe beeinflusste, hoffen die Verantwortlichen nun, dass spätestens in zwei Jahren wieder Normalität eingekehrt ist.

Die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Trier 1922 eG trifft sich seit einigen Jahren in einem Hotel am Nikolaus-Koch-Platz zu ihren Mitgliederversammlungen. So war es auch in diesem Jahr wieder. Auf gemeinsames Essen wurde dieses Jahr coronabedingt verzichtet. Nach einer Stunde waren die Reden gehalten, die wichtigsten Daten und Zahlen verkündet und die vom Vorstand vorgeschlagenen Satzungsänderungen einstimmig beschlossen.

Begonnen hatte die Versammlung mit einer Schweigeminute: Aufsichtsratschef Bernward Wittschier erinnerte an seinen Vorgänger Christian Polifka, der im April dieses Jahres verstorben war. Acht Jahre leitete dieser das Gremium, im Juni 2018 wurde er verabschiedet. Christian Polifka habe während eines Jahrzehnts die Entwicklung der Genossenschaft maßgeblich mitgeprägt, sagte Wittschier.

„Wo stehen wir, und wo wollen wir hin?“, nannte der Aufsichtsratsvorsitzende eine wichtige strategische Frage. Die GeWoGe selbst sieht sich auf einem guten Weg. Die Bilanzsumme habe seit 2010 eine kontinuierliche Steigerung erfahren. 2019 wurde ein Jahresüberschuss von mehr als 900 000 Euro erzielt, sagte Vorstand Burkhard Eckloff. Der Bilanzgewinn habe rund 812 000 Euro betragen. Eckloff unterstrich, dass die GeWoGe ein weiteres Mal massiv in den Wert ihrer Immobilien investiert habe. So flossen im Schnitt 45 Euro pro Quadratmeter in diese Aufgabe. Doch weil ein Großteil des Bestands aus den 20er bis 60er Jahren stamme, seien auch umfangreiche Modernisierungen vonnöten.

Beispielhaft zeige sich dies im Bau von Balkonen in mehreren Liegenschaften in Kürenz, aber auch in der Schaffung von barrierearmen Wohnungen, dem Neuzuschnitt von Grundrissen oder der energetischen Sanierung von Wohngebäuden.

Der Vorstand sprach zudem von einer „sehr guten“ Eigenkapitalquote; diese habe im Jahr 2019 bei etwa 62 Prozent gelegen. Bei vier Prozent liegt die Dividende, mit deren Auszahlung die aktuell 960 Mitglieder der Genossenschaft am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben. Von dem Jahresüberschuss sollen rund 90 000 Euro in die Ergebnisrücklage fließen, beschloss die Versammlung.

Man werde weiterhin den Schwerpunkt auf die nachhaltige Entwicklung des eigenen Bestandes legen, kündigte Eckloff an, doch seien Neubaumaßnahmen durchaus „angedacht“ und der Ankauf von Wohnimmobilien „bei wirtschaftlich akzeptablen Preisen“ vorgesehen, erklärte der GeWoGe-Vorstand weiter. Dabei zähle man auch künftig auf die Begleitung und Kontrolle durch den Aufsichtsrat, in dem es einen Wechsel gab: Neu in das Gremium wurde Melanie Stadler berufen.